Junge Frau sitzt auf einer Bank in einer Ausstellung vor vier Bildern eines Künstlers
Kunst und Kultur: Hamburg hat einiges zu bieten. Foto: Unsplash

Der Wetterbericht meldet Gewitter – das zerschmettert Wochenendpläne wie Grillen oder Open Airs. Zeit genug, um Ausstellungen zu besuchen. Diese sieben solltet ihr gesehen haben, bevor sie vorbei sind.

World-Press-Photo-Ausstellung bis 19.05.

Politische Konflikte, Aufstände, Naturkatastrophen: Pressefotograf*innen gehen für den perfekten Schuss oft an Grenzen. In der World-Press-Photo-Ausstellung 2019 zeigen 43 preisgekrönten Fotograf*innen aus 25 Ländern ihre Arbeiten. Jährlich werden zehntausende Fotos eingereicht, auf denen eindringliche Ereignisse des Vorjahres festgehalten wurden. Der World-Press-Photo-Award gilt als die weltweit höchste Auszeichnung in der Pressefotografie. Die Aufnahmen könnt ihr euch im Foyer von Gruner + Jahr ansehen.

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Gruner und Jahr Verlag | Am Baumwall 11 | bis 19. Mai | Donnerstag bis Dienstag, 10 bis 18 Uhr | Eintritt: 5 Euro regulär, 3 Euro ermäßigt 


Welt im Umbruch – Kunst der 20er Jahre bis 19.05.

Extravaganz und erotische Ausgelassenheit zwischen den Weltkriegen: Spätestens nach „The Great Gatsby“ hat jeder eine lebendige Vorstellung der wilden 20er Jahre. Das Bucerius Kunst Forum widmet sich in einer Ausstellung der Kunst dieser Epoche. Über 115 Fotografien, 20 Zeichnungen, Collagen und Druckgrafiken sind zu sehen: Werke von Aenne Biermann, Hugo Erfurth, August Sander oder Rudolf Schlichter.

Gemälde Christian Schad, halbnackte Frau
Christian Schad (1894-1982): Halbakt, 1924, Von der Heydt-Museum, Wuppertal. Foto: Christian Schad Stiftung Aschaffenburg / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Bucerius Kunst Forum | Rathausmarkt 2 | bis 19. Mai | Freitag bis Mittwoch, 11 bis 19 Uhr, Donnerstag 11 bis 21 Uhr | Eintritt: 9 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt 


Out of Office bis 19.05.

Übernehmen Roboter bald schon unsere Jobs? Wie sieht unsere Arbeitswelt der Zukunft aus? Können Mensch und Maschine zusammenarbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausstellung im Museum der Arbeit in Barmbek. Maschinen verwalten schon heute Daten in großen Mengen und gehören mittlerweile zum Alltag dazu. Es steht fest, dass Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Roboter unsere Arbeitswelt fundamental verändern. An elf Stationen könnt ihr in die Zukunft dieser Entwicklung sehen und euch mit den Risiken und Chancen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen.

Museum der Arbeit | Wiesendamm 3 | bis 19. Mai | Montag, 10 bis 21 Uhr, Mittwoch bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr | Eintritt: 8,50 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei 


Jakobus Durstewitz: Losmachen bis 25.05.

Die Affenfaust Galerie stellt derzeit die Malereien des Künstlers und Musikers Jakobus Durstewitz aus. Seit Beginn des Dockville-Festivals 2007 ist er für die künstlerische Leitung verantwortlich, anfangs noch zusammen mit Daniel Richter. Das MS Dockville hat sich inzwischen nicht nur mit einem vielfältigen Musikprogramm, sondern auch mit einem mehrwöchigen Kunst- und Kulturprogramm einen Namen gemacht. Neben Malereien vom Hamburger Hafen, präsentiert die Galerie auch eine Auswahl neuer Werke.

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Affenfaust Galerie | Paul-Roosen-Straße 43 | bis 25. Mai | Samstag, 14 bis 18 Uhr | Eintritt frei 


Friedrich Einhoff: Das vertraute Unbekannte bis 26.05.

In der Kunsthalle Hamburg werden 70 Werke des kürzlich verstorbenen Friedrich Einhoff präsentiert. Der Hamburger Künstler ist in den sechziger Jahren als Maler und Zeichner bekannt geworden. Als Dozent prägte er Nachwuchs-Illustrator*innen an der HAW Hamburg. In Friedrich Einhoffs Werken dreht sich alles um den Menschen, er stellt sie als ambivalente und fragile Wesen dar.

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Kunsthalle Hamburg | Glockengießerwall | bis 26. Mai | Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 21 Uhr | Eintritt: 14 Euro regulär, 8 Euro ermäßigt | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei 


Herzenssache: Wilhelm Busch malt bis 09.06.

Wilhelm Busch – Schöpfer von Max und Moritz – gilt als Urvater des modernen Comics. Seine malerische Seite ist jedoch nur wenigen bekannt, denn zu Lebzeiten hielt er seine Gemälde vor der Öffentlichkeit verborgen. Expert*innen beschreiben die Porträts und Landschaftsbilder als ungestüm mit skizzenhaften Pinselstrichen. Lernt im Ernst Barlach Haus den etwas anderen Wilhelm Busch kennen.

Wilhelm Buschs Sammelbild mit neun Studien.
Wilhelm Busch (1832-1908): Sammelbild mit neun Studien, um 1880, Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Hannover

Ernst Barlach Haus | Baron-Voght-Straße 50a | bis 10. Juni | Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr | Eintritt: 7 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei 


Schöner Wohnen in Altona? Stadtentwicklung im 20. und 21 Jahrhundert bis 24.06.

Das Altonaer Museum zeigt mit seiner Sonderausstellung die Stadtentwicklung des Viertels in den letzten 130 Jahren. Die Ausstellung beginnt mit der neuen Mitte Altona, ein aktuelles Wohnungsbauprojekt mit über 1600 neuen Wohnungen. Sie zeigt aber auch die Wohnungsnot um 1890, die Schaffung von Wohnraum um 1920 und die Wohnungspolitik im Nationalsozialismus. Im Viertel hat sich viel getan.

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Altonaer Museum | Holstenwall 24 | 15. Mai bis 24. Juni | Montag und Mittwoch bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr | Eintritt: 8,50 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Eintritt mit City Pass frei 

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Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew
Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu

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