Doku, Animation oder Kurzfilm: Beim Flimmerfest 2019 an der HAW Hamburg wurden wieder zahlreiche Beiträge gezeigt und prämiert. FINK.HAMBURG hat den Filmemacher Moritz Schuchmann interviewt, dessen Doku als Eröffnungsfilm lief.

Fast 40 Filme aus der ganzen Welt, viele Besucher und Filmproduzenten: Das war das Flimmerfest 2019, das vom 15. bis 17. Mai auf dem Campus Finkenau der HAW Hamburg stattfand. Traditionell zeigen dabei studentischen Filmemacher*innen ihre Werke. Die  eingereichten Filme wurden in vier Kategorien nominiert und von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet. Zahlreiche Besucher*innen und Filmproduzenten*innen füllten an den Festivaltagen das Produktionslabor am Campus.

Der Dokumentarfilm „Mein Opa erzählt – Eine Geschichte von Flucht und Neuanfang“ eröffnete das Flimmerfest. Er stammt von Moritz Schuchmann, der im Master Sound/Vision an der HAW Hamburg studiert. Der Film erzählt die Flucht von Schuchmanns Großvater aus Ungarn nach Deutschland während des Zweiten Weltkriegs. Im Anschluss an dem Film gab es eine Diskussion mit dem Publikum über die Doku.

FINK.HAMBURG war am Eröffnungsabend dabei und hat mit Filmemacher Schuchmann gesprochen. Wie er das Flimmerfest erlebt hat, seht ihr in unserem Video:

Die Gewinnerfilme

Für studentische Filmemacher*innen gibt es nur wenige Filmfestivals wie das Flimmerfest, um die eigenen Filme einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Als beste Dokumentation kürte  Filmemacherin Brigitte Krause den Film „ISAAK“ von Anna Talenta. Thomas Görne, Professor für Sounddesign an der HAW, zeichnete den Film „Wiltion Zur reworked“ von Miriam Endrulat als besten Experimentalfilm aus.

Gewinnerin Gesine Amina Dkhil stammt von der HAW Hamburg. Sie konnte mit ihrem Animationsfilm „Regesbostel“ überzeugen, der von Professor Udo Engel von der Hochschule für bildende Künste Hamburg ausgezeichnet wurde. „Nenn mich nicht Bruder“ kam von Gina Wenzel, die an der Kunsthochschule für Medien Köln studiert. Regisseur Mathis Menneking prämierte ihn als besten Kurzfilm. Die Gewinner*innen erhalten je 250 Euro und einen Pokal.

Titelfoto: Oliver Völling

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Oliver Völling hat bereits in allen Himmelsrichtungen Deutschlands gelebt: Geboren ist er 1994 am Niederrhein, aufgewachsen in Würzburg. Mit 14 Jahren bekam er seine erste Videokamera, mit der er viel experimentierte. Nach dem Abitur zog er für ein Praktikum bei der Produktionsfirma Lecturio nach Leipzig und drehte E-Learning-Videos. Hier entstand der Wunsch, sich professionell mit Film, Schnitt und Dramaturgie zu beschäftigen. All das hat er in seinem Bachelorstudium in Medientechnik an der HAW Hamburg gelernt. Im Marketing von Lufthansa Technik fotografierte und filmte er unter anderem Spülmaschinen oder Duschen, die in Privatjets eingebaut werden. In seiner Freizeit schreibt er Fantasy-Kurzgeschichten, inspiriert vom Altgriechischen, und entwirft Rollenspiele. Kürzel: ovö

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