Kurze Filme auf großen Leinwänden: Das Flimmerfest 2019 startet am 15. Mai auf dem Campus Finkenau und ist mit viel Vorbereitung verbunden. Wir haben mit dem Team über die Orga, selbst gebastelte Pokale und studentische Filme gesprochen.

Das Flimmerfest 2019 findet vom 15. bis 17. Mai auf dem Kunst- und Mediencampus Finkeau statt. Student*innen haben 38 Filme produziert, die von einer Jury bewertet werden. Das Programm bietet neben Kurzfilmen auch Workshops und eine Podiumsdiskussion.

Bei den Vorbereitungen und an dem Wochenende der Veranstaltung wirken zwischen 15 und 25 Personen mit. So ein Filmfest will geplant, organisiert, aufgebaut und geleitet werden. Ohne sie geht es nicht. Wir haben mit Fynn, Martina, Oliver und Juliane gesprochen – dem Orga-Team des 5. Flimmerfest der HAW Hamburg.

Fynn König, 23 – technische Leitung

Portrait von Fynn.
Fynn ist Tutor im Produktionslabor. Foto: Simon Schröder

Was ist deine Aufgabe?

Beim Flimmerfest 2019 mache ich als technische Leitung die Koordination in den Technikbereichen. Wir statten drei Studios aus. Dazu noch eine Bar. Damit das alles nicht in Chaos ausartet, kommuniziere ich zwischen den Orten und mit den Leuten. Dabei behalte ich den Überblick, wo und welches Equipment gebraucht wird.

Wie viel Arbeit und Zeit hast du investiert?

Sechs Wochen vor der Veranstaltung haben wir mit der technischen Planung angefangen. Zusammengerechnet komme ich auf ungefähr anderthalb Arbeitswochen oder 60 Arbeitsstunden. Das läuft über meine Arbeit als Tutor des Produktionslabors der HAW Hamburg. Ein paar Stunden meiner Freizeit musste ich natürlich investieren, das mache ich aber sehr gerne. Hier geht es ja nicht darum, Geld zu verdienen.

Was bedeutet das Flimmerfest für dich?

Für mich ist es das große Projekt vom Produktionslabor. In der Zeit kommen viele alte und neue Gesichter zusammen. Außerdem kann ich als Tutor mein Wissen an andere Studierende weitergeben und lerne auch etwas dabei. Das macht Spaß.

Das Filmfest ist auch eine gute Übung für das spätere Berufsleben als Medientechniker. Hier kann man sich ausprobieren und kreativ einbringen.

Was ist dein Highlight des Festes?

Ich finde die Workshops sehr spannend. Es gibt keinen, auf den ich nicht Lust hätte. Ein paar meiner Kommilitonen machen selbst welche und leider laufen ein paar parallel, da fällt die Entscheidung schwer.

Martina Hentig, 28 – Organisation

Portrait von Martina
Martina ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Studiengangs Medientechnik. Foto: Simon Schröder

Was ist deine Aufgabe auf dem Flimmerfest 2019?

Meine Kollegin Christina Becker und ich organisieren das Fest. Wir planen Termine, legen Kategorien und Themen fest, schreiben Mails und stellen das Team zusammen.

Im Grunde, bestimmen aber die Studierenden, wie das Festival aussehen soll. Wer Lust hat, hier was zu machen, kann sich gerne einbringen. Wir sorgen dafür, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

Wie viel Arbeit hast du investiert?

Ein halbes Jahr vorher fängt man an zu planen, also Anfang des letzten Wintersemesters. Je näher der Termin rückt, desto mehr Aufwand wird es dann. Es ist schon mehr Arbeit als sonst, macht aber großen Spaß.

Was bedeutet das Flimmerfest für dich?

Ich bin seit dem ersten Flimmerfest dabei. Beim ersten Mal war ich noch im zweiten Semester, jetzt bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich finde es immer schön, wenn das Produktionslabor während des Festivals voll ist und Leute mit denselben Interessen aufeinandertreffen.

Außerdem bietet das Flimmerfest eine Spielwiese für Medientechniker und andere Film-Studierende. Hier kann man das, was man in den Vorlesungen gelernt hat, auch mal ausprobieren.

Was ist dein Highlight des Festes?

Es werden zwei Filme meiner ehemaligen Kommilitonen gezeigt. Die beiden waren auch bei meinem ersten Flimmerfest dabei. Ich freue mich natürlich, die beiden in diesem Rahmen wiederzutreffen.

Oliver Hermes, 20 – Der Mann für alles

Portrait von Oliver Hermes, der in diesem Jahr beim Aufbau des Flimmerfests mitarbeitet.
Oliver studiert Medientechnik im ersten Semester. Foto: Dustin Balsing

Warum bist du hier?

Ich wollte mich auch mal außerhalb des Studiums engagieren. Das ist mal was Anderes, als im Seminarraum zu sitzen. Ich mache hier alles, was so anliegt. Ich gestalte zum Beispiel die Pokale für die Gewinner und helfe beim Aufbau der Bar.

Wie viel Arbeit hast du investiert?

Heute erst 20 Minuten. Am Ende komme ich aber auf rund zehn Stunden während des Festivals.

Was bedeutet das Flimmerfest für dich?

Es geht darum, jungen Künstlern eine Bühne zu geben. Es ist interessant zu sehen, was andere an der Uni erreicht haben – auch für die eigene Inspiration. Außerdem kommen hier viele Kommilitonen aus verschiedenen Semestern zusammen, um sich kennenzulernen.

Was ist dein Highlight des Festes?

Die Preisvergabe am Freitag und ich hoffe auf eine After-Show-Party für alle Mitarbeiter.

Juliane Kühnel, 22 – Beleuchtung

Portrait von Juliane Kühnel, die in diesem Jahr beim Aufbau des Flimmerfests mitarbeitet.
Juliane studiert im dritten Semester Medientechnik. Foto: Dustin Balsing

Was sind deine Aufgaben?

Ich bin für das Licht zuständig. Das heißt: Lampen aufhängen, einleuchten und Licht programmieren. Also sehr viel Vorarbeit. Während der Veranstaltung werde ich dann die ganze Zeit hinter dem Licht-Mischpult sitzen und dafür sorgen, dass alles gut aussieht.

Wie viel Arbeit hast du investiert?

Seit letzten Freitag kümmere ich mich im Produktionslabor um das Licht. Davor habe ich schon das Fest mit vorbereitet. Wir haben zum Beispiel alle Unis in Norddeutschland angeschrieben, die irgendwas mit Medien zu tun haben. Dadurch gab es auch viele Einreichungen von außerhalb.

Was bedeutet das Flimmerfest für dich?

Ich finde es einfach gut, dass es ein studentisches Filmfest ist. Davon gibt es viel zu wenige. Wir vom Medientechnik-Studiengang produzieren so viele Filme, da ist das Flimmerfest eine gute Möglichkeit, diese auch mal öffentlich zu zeigen.

Was ist dein persönliches Highlight?

Ich freue mich vor allem auf die Filme. Ich habe noch keinen davon gesehen und bin echt gespannt. Ich kenne einige, die an den Filmen mitgearbeitet haben. Deswegen ist es immer besonders cool zu sehen, was daraus geworden ist.

Hier geht es zum detaillierten Programm des Flimmerfests 2019

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Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Tennisspieler gleich zweimal den entscheidenden Matchball - und führte seine Mannschaft so zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort arbeitete der gebürtige Kölner und Hertha-Fan über ein Jahr als Online-Redakteur bei dem Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Sächsisch, Schwäbisch, Kölsch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub
Simon Schröder, Jahrgang 1992, fehlt als Schönwetter-Surfer nur eines an seiner geliebten Heimatstadt: Dauersonne. Deshalb entflieht er jeden Sommer Hamburgs Schmuddelwetter und arbeitet als Wellenreitlehrer an der französischen Atlantikküste. Sein Studium der Kulturwissenschaften in Lüneburg war ihm zu theoretisch. Praktische Arbeit fand er nach seinem Abschluss bei den Online-Magazinen "Zeitjung" und "Bento". Mit seinem Gespür für Menschen interviewte er Pornoproduzenten, Freier und Lehrer. Wenn er es an seinem Schreibtisch nicht mehr aushielt, kochte er im Nil und Salt & Silver. Für seine zwei Mitbewohner macht er noch heute seine raffinierte Bolognese. Geheimzutat: Schokolade. Das würde er aber nie jemandem verraten. Kürzel: sis

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