Im Rathaus übergab Dieter Overath, Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland, die entsprechende Urkunde an Staatsrätin Dr. Annette Tabbara, Senatskanzlei, und an Christine Priessner, Projektkoordinatorin der Fair Trade Stadt Hamburg.
Hamburg darf sich für weitere zwei Jahre Fairtrade-Stadt nennen. Im Rathaus übergab Dieter Overath, Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland, die entsprechende Urkunde an Staatsrätin Dr. Annette Tabbara, Senatskanzlei, und an Christine Priessner, Projektkoordinatorin der Fair Trade Stadt Hamburg. Foto: Staatskanzlei Hamburg. Foto: FFH

Die Stadt Hamburg ist erneut für den fairen Handel ausgezeichnet worden. Ein Online-Stadtplan zeigt, wo man in der Handelsstadt fair shoppen kann.

Hamburg wurde zum vierten Mal als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Das gab die Stadt in einer Meldung auf ihrer Webseite bekannt. Dieter Overath, Geschäftsführers von TransFair e. V., übergab die Auszeichnung am Montag im Hamburger Rathaus. „Hamburg ist Fair Trade Stadt – wirtschaftlich und politisch“, sagte Staatsrätin Annette Tabbara. „Seit 2011 ist die Auszeichnung Ansporn für den Senat, sich im Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft für fair gehandelte Produkte stark zu machen.“ Deshalb gelte seit 2017 im Hamburgischen Vergabegesetz, dass fair gehandelte Produkte Vorzug erhalten sollten.

Träger des Projektes Fair Trade Stadt Hamburg ist der Verein Mobile Bildung für die eine Welt in Norddeutschland e.V.. Auf seiner Webseite gibt der Verein mit dem Fairen Stadtplan eine Überblick zu allen Fairhandelsaktivitäten in Hamburg. „Als Fairtrade-Town und mit dem fairen Stadtplan wollen wir eine große Bandbreite an Akteur*innen in Hamburg abbilden“, sagte Projektkoordinatorin Christine Priessner gegenüber FINK.HAMBURG. Dies seien Bildungsinstitutionen, Kirchen, Weltläden, Cafés, Hotels, Handwerk und Einzelhändler*innen.

Umsatzsteigerung in Hamburg

Für den fairen Handel sind die 10 Weltläden in der Stadt mit rund einer Million Euro Umsatz die wichtigste Adresse. „Wir könnten unsere lokalen Möglichkeiten noch mehr nutzen. Der Umsatz fairer Produkte steigt, der Markt ist aber längst noch nicht ausgeschöpft“, sagt Christine Priessner. Bei Textilien sei der Anteil an fair gehandelter Bio-Baumwolle noch immer verschwindend gering. „Durch konsequente Umstellung auf sozialverträgliche, faire Beschaffung kann die Stadt Hamburg im öffentlichen Einkauf eine wichtige Stellschraube nutzen und ein Signal setzen.“

Hamburg gehörte 2011 zu den ersten 40 deutschen Städten, die als Fair Trade Town ausgezeichnet wurden. Dafür musste die Stadt bestimmte Kriterien erfüllen. Darunter fielen ein entsprechender Ratsbeschluss und die Einrichtung einer Steuerungsgruppe. Um Fairtrade-Stadt zu bleiben muss eine bestimmte Anzahl von Geschäften und Gastronomien in Hamburg fair gehandelte Produkte anbieten. Auch in der öffentlichen Verwaltung muss Fair Trade im Fokus sein. Bei Sitzungen und Veranstaltungen im Hamburger Rathaus dürften ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee serviert werden, heißt es von der Senatskanzlei.

ben

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