Am 26. Mai finden zwei Wahlen in Hamburg statt: die Europawahl und die Bezirkswahl. Warum es wichtig ist, wählen zu gehen und das Wahlrecht zu nutzen, haben uns sechs Studierende an der HAW beantwortet.

Diesen Sonntag, den 26. Mai 2019, findet in Deutschland die Europawahl statt. Das Europäische Parlament vertritt die Interessen aller 512 Millionen EU-Bürger*innen aus den noch 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Hamburger*innen wählen am Sonntag allerdings nicht nur das EU-Parlament, sondern auch die Bezirksversammlungen. Bei den Bezirkswahlen sind alle Einwohner*innen eines Bezirkes wahlberechtigt, die ihr 16. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten in Hamburg wohnen.

Nach dem Stand von Donnerstagabend haben mehr als 300.000 Hamburger*innen für die Bezirks– und Europawahlen Briefwahl beantragt. Das sind fast 100.000 mehr als noch bei der letzten Wahl vor fünf Jahren und rund ein Fünftel aller Wahlberechtigten. Es bleibt abzuwarten, ob es am Sonntag insgesamt zu einer höheren Wahlbeteiligung kommt.

Titelfoto: Isabel Surges und Melanie Weimann

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Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew
Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu