Fahrradfahren in Hamburg bleibt gefährlich. Am Mittwoch ist laut Polizeiangaben erneut eine Radfahrerin schwer verletzt worden. Nur einer von vielen schweren Radunfällen innerhalb kurzer Zeit. 

Eine 19-jährige Radfahrerin ist am Mittwochnachmittag laut Polizei in Finkenwerder beim abbiegen von einem LKW erfasst worden. Ein Rettungshubschrauber brachte die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus. Nach dem Tod eines 52-jährigen Radfahrers an der Alster, das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, und Radunfällen unter anderem in Bergstedt, Lurup und Barmbek, ist es einer von vielen schweren Unfällen innerhalb weniger Tage.

Bereits im ersten Quartal des Jahres, soll es laut aktuellen Zahlen der Polizei Hamburg 552 Unfälle mit Radfahrer*innen gegeben haben. Dies bedeute im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von knapp 30 Prozent.

„In der Zunahme spiegeln sich der milde Winter und der vor allem der zunehmende Radverkehr in der Statistik wieder. Mit der Zunahme des Radverkehrs um 23 Prozent in 2018 ist auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrenden im 1.Quartal um 120 auf 552 gestiegen“, sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou gegenüber FINK.HAMBURG.

Die Zahl der Schwerverletzten ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken. Allein die Anzahl Leichtverletzten hat sich um etwa 30 Prozent erhöht. „Auffällig bei den Radfahrern ist die zunehmende Akzeptanz, einen Helm zu tragen und sich hell oder reflektierend zu kleiden, was sich in den Zahlen der Schwerverletzten widerspiegeln dürfte“, so die Polizeisprecherin.

Die Hauptverursacher von tödlichen Radunfällen seien abbiegende LKW-Fahrer*innen, die die Vorfahrt missachten. Das berichtete der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Hamburg.

mew/dpa

Titelfoto: dpa/Paul Zinken

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Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew