Am Donnerstag treffen sich Studierende im Audimax der Universität Hamburg zur Klima-Vollversammlung. „Fridays For Future Hamburg“ will mit möglichst vielen Kommilitonen die Forderungen an den Uni-Vorstand beschließen.

Auf das Stoff-Banner, das vor dem grau-schwarzen Gebäude der Uni Hamburg vor einem kahlen Baum hängt, haben Aktivisten eine Weltkugel gemalt. Links neben dem Globus steht in bunten Großbuchstaben das Wort „Klima-Vollversammlung“ geschrieben.

Gegenüber stehen Sina Sicks und Aurelia Bischoff. Sie engagieren sich bei „Fridays For Future Hamburg“ für den Klimaschutz, laufen immer wieder mit ihren Klemmbrettern los und sprechen junge Menschen an.

Die beiden Studentinnen der Biologie sammeln Unterschriften, damit ihre Hochschule mehr für das Klima tut. Am 7. Oktober hatten bereits 1500 junge Menschen für die Forderungen an die Uni unterschrieben, auch online.

Janna Hill und Matthias Mildenberger vor dem Audimax der Uni Hamburg.
Die Studierende Janna Hill und Matthias Mildenberger arbeiten an den Forderungen für die Universität Hamburg. Foto: Nikolas Baumgartner

„Unsere Hauptforderung an die Uni Hamburg ist, dass sie bis 2025 klimaneutral sein soll“, erklärt Janna Hill, die sich mit ihrer Arbeitsgruppe um die Erarbeitung der Forderungen kümmerte. Die Uni könne die Klimaneutralität zehn Jahre eher erreichen als die Stadt Hamburg, da sie beispielsweise keinen Hafen oder Flughafen habe.

„Freitags nehmen an den deutschlandweiten Demos nicht nur Schüler*innen teil, sondern auch Studierende. Die sind aber noch nicht so organisiert und sichtbar“, sagt Matthias Mildenberger, ein weiterer Aktivist. Das solle sich in Zukunft ändern – und auch die Wahrnehmung in den Medien. Zeitungen sprächen oft nur von Schülern.

Am Donnerstag dem 24. Oktober findet um 16 Uhr im Audimax der Uni Hamburg eine Vollversammlung von „Fridays For Future“ statt. Eingeladen sind Studierende aller Fachrichtungen der Universität Hamburg. Hill und Mildenberger hoffen auf möglichst viele Teilnehmer*innen, um gemeinsam die konkreten Forderungen zu beschließen.

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Nikolas Baumgartner, Jahrgang 1993, ist ein Draufgänger. Selbst mit wütenden Büffeln hat er sich in Kalifornien bereits gemessen. Schon früh zog es ihn in die Welt: Nach dem Abitur tauschte er die Weinregion Hohenlohe für ein halbes Jahr gegen Australiens Ostküste. Seine GoPro-Aufnahmen von Kängurus oder Koalas inspirierten ihn zu einem Auslandssemester an der Universität in Long Beach, Steven Spielbergs Alma Mater. Die Sauna ersetzt die kalifornische Sonne in seiner Wahlheimat Hamburg, wo er nach seinem Medientechnik-Studium als Fotograf, Videoproduzent und Veranstaltungstechniker tätig ist. Gerne besucht er Musik- und Kulturveranstaltungen oder organisiert sein eigenes Open Air auf der Veddel. Er baut selbst Gemüse an und unterstützt mit seinem Verein "damnit e.V." Fairtrade. Kürzel: nik
Für Tobias Bug, Jahrgang 1993, kann ein Fußballspiel nur dann ein Erfolg werden, wenn er den linken Schuh zuerst anzieht. Seinen eher unsportlichen Bachelorabschluss hat er an der TU München in Wirtschafsingenieurwesen gemacht. Nicht nur den ersten akademischen Erfolg verbindet er mit der bayerischen Hauptstadt: Beim Oktoberfest wurde er unschuldig für drei Stunden in Haft genommen. Journalistisch hat Tobias unter anderem bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ im Politik- und im Wirtschaftsressort gearbeitet. Beim Reisen lässt er sich gerne die Geschichten anderer Menschen erzählen, in Norwegen hat er eineinhalb Jahre gelebt. Am glücklichsten ist er, wenn er schreibt oder am DJ-Pult House auflegt. (tob)

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