Die Holsten-Brauerei nimmt eine neue Produktionsstätte in Betrieb. In Hamburg-Hausbruch wird zukünftig gebraut und in Altona der Papierkram erledigt. 

Das war es mit der Brauerei in der Holstenstraße: An diesem Montag nimmt die Holsten-Brauerei ihre neue Produktionsstätte südlich der Elbe in Betrieb. Das Bier wird zukünftig im Heykenaukamp 13 im Stadtteil Hamburg-Hausbruch gebraut.    

Laut Bürgermeister Peter Tschentscher entstehen durch den Umzug „neue logistische, technische und ökonomische Möglichkeiten mit modernstem Standard für die neue Holsten-Brauerei“. Der SPD-Politiker eröffnete mit Vertretern der Holsten-Muttergesellschaft Carlsberg die neue Produktionsstätte.

Wie viel die neue Brauerei gekostet hat, nennt Carlsberg nicht. Es handelt sich nach Aussage des Unternehmens gegenüber FINK.HAMBURG um einen höheren Millionenbetrag.

Arbeitsplätze weichen Effizienz

Laut des dänischen Mutterkonzerns Carlsberg ist die alte Produktionsstätte nicht mehr zeitgemäß. Man könne aufgrund von Restriktionen in Altona nachts nicht ausladen und die Wege für die Mitarbeiter in der Fabrik seien unnötig lang.   

Ein Problem sei auch der sinkende Bierkonsum in Deutschland. In Altona produzierte Carlsberg im vergangenen Jahr eine Millionen Hektoliter Bier in einer Anlage, die auf die Produktion von drei Millionen Hektoliter ausgelegt ist. Die Anlage sei schlicht zu groß gewesen.

Das wird in der neuen Produktionsstätte anders. Es kann nachts verladen werden, die Kapazität dem gegenwärtigen Bierkonsum angepasst und die Wegstrecken sind kürzer.

Dies hat auch Folgen für die Mitarbeiter*innen. 70 der 450 Arbeitsplätze gehen durch den Umzug verloren. Laut Carlsberg sind sie im Bereich Logistik und Produktion weggefallen. 

Zahlen zu der neuen Holsten-Brauerei.
Bild erstellt von Simon Schröder mit Piktochart

Holsten bleibt Altona treu

Carlsberg verkaufte im Sommer 2016 das 86.500 Quadratmeter große Grundstück an die Gerchgroup, bleibt aber mit der Verwaltung in den Räumen der bisherigen Brauerei.  

Holsten bleibt damit dem Standort in Altona treu. Seit 1879 braut die Brauerei sein Bier in Hamburg. Mit dem sogenannten Stammhaus begann die Geschichte des Unternehmens zum ersten auf dem Gelände in der Holstenstraße.  

Auf dem Rest des Areals soll nun laut Gerchgroup ein neues Wohnviertel in Altona entstehen.   

dpa/sis 

Titelfoto: Carlsberg Deutschland/carlsbergdeutschland.de     

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Simon Schröder, Jahrgang 1992, fehlt als Schönwetter-Surfer nur eines an seiner geliebten Heimatstadt: Dauersonne. Deshalb entflieht er jeden Sommer Hamburgs Schmuddelwetter und arbeitet als Wellenreitlehrer an der französischen Atlantikküste. Sein Studium der Kulturwissenschaften in Lüneburg war ihm zu theoretisch. Praktische Arbeit fand er nach seinem Abschluss bei den Online-Magazinen "Zeitjung" und "Bento". Mit seinem Gespür für Menschen interviewte er Pornoproduzenten, Freier und Lehrer. Wenn er es an seinem Schreibtisch nicht mehr aushielt, kochte er im Nil und Salt & Silver. Für seine zwei Mitbewohner macht er noch heute seine raffinierte Bolognese. Geheimzutat: Schokolade. Das würde er aber nie jemandem verraten. Kürzel: sis

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