Die Innenbehörde prüft mehr als 200 Straßenabschnitte in Hamburg als mögliche Tempo-30-Zonen. Auch Straßen mit viel Busverkehr sollen dafür in Betracht gezogen werden.

Die Hamburger Innenbehörde will mehr Tempo-30-Zonen in der Stadt einrichten. „Wir wollen Tempo 30 vor Kitas, Schulen und anderen besonders schützenswerten Einrichtungen ausweiten“, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Montag. Dazu würden in den kommenden Monaten die Verkehrsregelungen auf rund 200 Straßenabschnitten erneut untersucht.

Wie der NDR berichtete, wurden bisher Straßen für Tempo-30-Zonen in Hamburg ausgeschlossen, die mindestens zwei Fahrspuren in eine Richtung haben oder auf denen mindestens sechs Busse in der Stunde verkehren. Diese Regelung will die SPD jetzt lockern und auch auf Straßen mit viel Busverkehr 30er-Zonen schaffen. Daher prüft die Innenbehörde jetzt erneut Strecken, die ursprünglich ausgeschlossen wurden.

„Es muss von Einzelfall zu Einzelfall entschieden werden, ob eine Tempo-30-Strecke sinnvoll ist“, sagte Fraktionschef Dirk Kienscherf. Busverkehr und Tempo 30 müssten sich nicht ausschließen, sondern könnten miteinander verknüpft werden.

Voraussichtlich 2020 wird bekanntgegeben, wo neue Tempo-3O-Zonen entstehen sollen.

joz/dpa

Titelbild: Jonas Ziock