Die FDP fordert Elektroschockwaffen für alle Hamburger Polizist*innen. Die sogenannten Taser sollen potenzielle Angreifer*innen außer Gefecht setzen, ohne sie dabei ernsthaft zu verletzen.

Wird die Hamburger Polizei mit Elektroschockwaffen ausgestattet? Das zumindest fordert die FDP. Die sogenannten Taser sollen künftig potenzielle Angreifer*innen mittels Elektroschock außer Gefecht setzen und somit dem Selbstschutz von Polizist*innen dienen.

Carl Jarchow, innenpolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion, bezeichnete diesen Schritt als notwendig, da die Gewalt gegenüber Polizist*innen in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe. In anderen Ländern würden Taser bereits eingesetzt und die Erfahrung habe gezeigt, „dass sich gewalttätige oder alkoholisierte Personen bei Anblick und Hinweis auf Taser häufig kooperativ verhalten“, sagte Jarchow.

Elektroschockwaffen als Alternative zur Pistole

Die neuen Geräte sollen ausschließlich dann eingesetzt werden, wenn die Schwelle zum Schusswaffengebrauch erreicht sei, heißt es in dem Antrag der Fraktion für die Bürgerschaftssitzung am kommenden Mittwoch. Sie sollen Angreifer*innen sofort aktionsunfähig machen und zu Boden werfen, ohne sie nachhaltig zu verletzen oder zu töten, wie es bei einer Pistolenkugel der Fall wäre.

Bei Tasern werden durch Gasdruck Pfeile verschossen, die über dünne Drähte mit der Waffe verbunden sind. Dabei kommt ein Stromstoß von etwa 50.000 Volt zum Einsatz. Das Spezialeinsatzkommando des Hamburger Kriminalamts testet die Geräte bereits seit Ende 2005. Auch die Schutzpolizei verfügt über zwei Taser, wie der Senat im vergangenen Jahr der Linkspartei mitteilte. Bereits 2018 forderte die Gewerkschaft der Polizei probeweise den Einsatz von Elektroschockpistolen.

nim/dpa

Titelbild: Pixabay

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Reiterhof, Tech-Konzern, Streetfood-Märkte – Nina Maurer , Jahrgang 1994, treibt die Neugier. Als Kind fand sie ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Reitlehrerin wurde sie aber nicht: Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Schule für Kinder mit Behinderung studierte sie Ökotrophologie in Hamburg. Ihre Begeisterung für Essen und Kommunikation vereinte sie als Werkstudentin und Volontärin in einer PR-Agentur. Für Food-Marken durchforstete sie sämtliche Blogs Deutschlands. Seit 2018 arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Tech-Konzerns NXP. Wenn sich Nina nicht gerade mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, stöbert sie in der Hamburger Gastro-Szene nach rohem Fisch und Kurzkornreis. Auch zu Hause experimentiert sie gerne: ob Sushi, Curry oder Kürbissuppe – Hauptsache viel Ingwer. Kürzel: nim