Nach nur fünf Jahren Betriebszeit geht das Hamburger Steinkohlekraftwerk Moorburg vom Netz. Damit gehört es zu den elf Werken, die deutschlandweit gegen finanzielle Entschädigung durch die Bundesnetzagentur stillgelegt werden.

Elf Kraftwerke werden in Deutschland gegen eine Entschädigungsprämie von insgesamt 317 Millionen Euro stillgelegt. Auch das Hamburger Steinkohlekraftwerk Moorburg wird zukünftig keinen Strom mehr produzieren. Für den Klimaschutz will Deutschland bis 2038 alle Kohlekraftwerke abschalten lassen.

Moorburg: Modernstes Kraftwerk Deutschland

2015 wurde das Kraftwerk Moorburg des schwedischen Betreibers Vattenfall in Betrieb genommen und gehört damit zu den neuesten und modernsten Deutschlands. Die frühzeitige Stilllegung käme nichtsdestotrotz der deutschen Bundesregierung entgegen, „als auch der Strategie von Vattenfall, innerhalb einer Generation ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen“, teilte Anna Borg, Präsidentin und CEO der Betreiberfirma,  mit.

Wie hoch die Stilllegungsprämie für das Kraftwerk Moorburg ausfällt, wurde nicht mitgeteilt. Laut Bundesnetzagentur lag der durchschnittliche Zuschlagswert jedoch bei 66.259 Euro pro produziertem Megawatt. Das Kraftwerk Moorburg hat eine Leistung von 1730 Megawatt.

Hamburgs Umweltsenator begrüßt Stilllegung

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Die Grünen) kommentiert die Nachricht als einen Erfolg grüner Energiepolitik. „Das Kraftwerk Moorburg war von Anfang an überdimensioniert, unwirtschaftlich und aus der Zeit gefallen“, sagte Kerstan am Dienstag. An dessen Standort könne nun „die Energieversorgung der Zukunft“ beginnen, wie zum Beispiel die Produktion von grünem Wasserstoff oder die Installation innovativer Hochtemperatur-Stahlspeicher.

Neue Arbeitsplätze für Moorburg-Mitarbeiter*innen

Tuomo Hatakka, der Deutschlandchef der Betreiberfirma, sagte, dass vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs Deutschlands mehrere Alternativen geprüft wurden – wie etwa ein Brennstoffwechsel oder der Verkauf des Kraftwerks. Nun würde man die vorzeitige Schließung weiter planen und die Mitarbeiter*innen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützen.

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Titelbild:Pixabay

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Es gibt keine Zeile im Film „My Fair Lady“, die Aniko Schusterius, Jahrgang 1996, nicht fehlerfrei mitsprechen kann. Trotz dieses Talents, zehn Jahren Gesangsunterricht und ihres großen Interesses für Musicals hat sich die Berlinerin letztlich gegen eine Bühnen-Karriere entschieden. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin in verschiedenen Kindertheatern. Dort musste sie unter anderem lernen, dass Luftballons auf einem Straßenfest eine hochkomplexe bürokratische Hürde darstellen können. Während ihres Bachelors in Theaterwissenschaften und Niederlandistik lebte sie ein halbes Jahr in Groningen. Dort fühlte sie sich wegen des entspannten Lifestyles wohl, und auch, weil sie mit ihren 1,82 Meter das erste Mal nicht auffiel. Für die „Berliner Zeitung“ veröffentlichte sie erste Kolumnen. Auch mit Radio kennt sie sich aus: An der „Frankfurter Hörfunkschule“ lernte sie texten und einsprechen. Vor dem Start an der HAW sammelte Aniko noch mehr Medien-Erfahrung durch Praktika bei „Radioeins“ und beim Fernsehkanal der „Welt“ in Berlin. Dort lauerte sie auch schon mal frühmorgens vor einem Hotel, um Gesundheitsminister Jens Spahn einen O-Ton zu entlocken. Kürzel: ans