Das Präsidium des Hamburger SV um Präsident Marcell Jansen ist am Dienstagabend zurückgetreten. Als Grund für den Rücktritt gibt der Verein Unstimmigkeiten im Führungsteam an.

Nach monatelangen Streitigkeiten zieht das Präsidium des Hamburger Sportvereins Konsequenzen und tritt geschlossen zurück. Für den früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Marcell Jansen, Vizepräsident Thomas Schulz und Schatzmeister Moritz Schaefer ist eine Weiterarbeit in dieser Konstellation unmöglich.

HSV: Meinungsverschiedenheiten in Führungsspitze

In der Mitteilung des Vereins heißt es am Dienstagabend: „Nach sehr intensiven und zielführenden Gesprächen in den vergangenen Tagen haben wir uns als Präsidium gemeinsam dazu entschlossen, mit sofortiger Wirkung von unseren Präsidiumsämtern zurückzutreten und so die zuletzt vorhandenen Meinungsverschiedenheiten im Präsidium nicht mehr zu einem Themenfeld innerhalb unseres Vereins zu machen“.

Geschäftsführer Tschana übernimmt komissarisch

Im Präsidum des Vereins fand man seit Monaten keine einheitliche Führungslinie. Vizepräsident Schulz und Schatzmeister Schaefer konnten sich mit Jansen nicht auf Kandidaten für den Aufsichtsrat der Fußball-AG und dem möglichen Verkauf weiterer Anteile einigen. Nach einem Misstrauenstantrag des HSV-Ehrenrates, unterstützt von allen anderen Gremien des Vereins, gegen Schulz, hätte der Verein in den nächsten drei Wochen eine außerordenliche Mitgliederversammlung abhalten müssen.

Diese entfällt nun, im Sommer soll bei einer Präsenzveranstaltung das neue Präsidium gewählt werden. Dort könnten Jansen und Schäfer erneut kandidieren. Bis dahin wurden e.V.-Geschäftsführer Kumar Tschana und Michael Papenfuß einstimmtig als Vertreter gewählt. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung bleibt Jansen für den HSV e.V. weiterhin im Aufsichtsrat der ausgegliederten Fußballabteilung.

ans/dpa
Titelbild: Pixabay

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Es gibt keine Zeile im Film „My Fair Lady“, die Aniko Schusterius, Jahrgang 1996, nicht fehlerfrei mitsprechen kann. Trotz dieses Talents, zehn Jahren Gesangsunterricht und ihres großen Interesses für Musicals hat sich die Berlinerin letztlich gegen eine Bühnen-Karriere entschieden. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin in verschiedenen Kindertheatern. Dort musste sie unter anderem lernen, dass Luftballons auf einem Straßenfest eine hochkomplexe bürokratische Hürde darstellen können. Während ihres Bachelors in Theaterwissenschaften und Niederlandistik lebte sie ein halbes Jahr in Groningen. Dort fühlte sie sich wegen des entspannten Lifestyles wohl, und auch, weil sie mit ihren 1,82 Meter das erste Mal nicht auffiel. Für die „Berliner Zeitung“ veröffentlichte sie erste Kolumnen. Auch mit Radio kennt sie sich aus: An der „Frankfurter Hörfunkschule“ lernte sie texten und einsprechen. Vor dem Start an der HAW sammelte Aniko noch mehr Medien-Erfahrung durch Praktika bei „Radioeins“ und beim Fernsehkanal der „Welt“ in Berlin. Dort lauerte sie auch schon mal frühmorgens vor einem Hotel, um Gesundheitsminister Jens Spahn einen O-Ton zu entlocken. Kürzel: ans