Für Weinanbau braucht es nicht immer südliches Klima. Das zeigen Jörn Andresen und Leon Zijlstra, die in Schleswig-Holstein Wein anbauen. FINK.HAMBURG hat nachgefragt, was es beim Anbau im Norden für Besonderheiten gibt.

Die Weinrebe stellt bestimmte Ansprüche und gedeiht nicht in jedem Klima. So kann Wein auf der nördlichen Halbkugel ungefähr im Bereich zwischen Marrakesch und Frankfurt am Main angebaut werden. Schleswig-Holstein liegt somit nicht mehr in der idealen Anbauzone und gilt daher nicht unbedingt als ideales Weinanbaugebiet. Es gibt weder steile Hänge noch besonders hohe Temperaturen oder außergewöhnlich viel Sonne – trotzdem haben Jörn Andresen und Leon Zijlstra beschlossen, hier Wein anzubauen. 2017 haben der Baumschulbetreiber und der Weinwirt die ersten Reben auf einer kleinen Fläche in Delingsdorf gepflanzt. Heute stehen rund 7.000 davon auf dem Feld. FINK.HAMBURG hat Jörn und Leon bei der Weinlese begleitet und nachgefragt, was es mit Weinanbau im hohen Norden auf sich hat. 

Titelbild: Jonathan Schanz

Vorheriger Artikel1300 Polizist*innen in Hamburg haben einen Nebenjob
Nächster ArtikelUnfall in der Hamburger Altstadt: Polizei sucht Zeugen
Jonathan Schanz, Jahrgang 1993, macht fast alles mit dem Fahrrad – er transportiert sogar Kleiderschrankteile und fährt in den Urlaub bis nach Madrid. Generell hinterlässt der gebürtige Darmstädter im Alltag einen kleinen ökologischen Fußabdruck, da war das Studium der Umweltwissenschaften in Lüneburg nur die logische Konsequenz. Auch sonst liebt er es, seine Umwelt zu erkunden – ob beim Bouldern oder mit einer seiner fünf Analogkameras. Beruflich spielt die Kamera ebenfalls für Jonathan eine wichtige Rolle: Für den NDR und das junge Onlineformat Funk hat er Videobeiträge darüber produziert, wie man safen Sex hat und wie ungesund es ist, Shisha zu rauchen. Im Newsroom ist er als Ordnungsfreak bekannt, sein aufgeräumter Desktop ist der beste Beweis. Kürzel: jos
Victoria Szabó, Jahrgang 1996, trägt gerne schwarz. Diese schlichte Eleganz entspricht ihrem Gefühl für Ästhetik und die spielt für sie als visueller Mensch eine große Rolle. Ihre Bachelorarbeit in Publizistik und Kommunikationswissenschaften schrieb sie über die Wirkung von Produktdesign auf Konsumierende. Ihre Leidenschaft für das Schöne lebte die gebürtige Österreicherin als Redakteurin für die Kulturzeitschrift „The Gap“ aus. Dort schrieb sie über Galerieeröffnungen und Fotografieausstellungen. Dass Kultur auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun haben kann, entdeckte sie bei ihrer Arbeit für das Magazin „Biorama“, für das sie etwa einen Festivalguide über nachhaltige Festivals zusammenstellte, Tipps für Bio-Glitzer inklusive. Ein Praktikum bei den Wiener Linien führte sie weg vom Journalismus und hin zur PR. Sie plante den Instagram-Feed des städtischen Verkehrsbetriebs und betreute den Unternehmens-Blog mit. Ihr Vorhaben für den Neuanfang in Hamburg: Das Leben auf die Wiener Art genießen, flanieren und Spritzer trinken. Alsterwasser ist auch okay. Kürzel: vis