Luftansicht des Hamburger Hafens.
Der Hamburger Hafen von oben. Foto: Marcus Trapp auf Pixabay.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält an den Ausbauplänen des Hamburger Hafens fest – trotz abgeschwächter Prognosen. Die CDU kritisiert mangelnde Planung.

Auch wenn die Wachstumsprognose für den Hafen abgeschwächt wurde – der Hamburger Hafen soll ausgebaut werden. Das bestätigt Bürgermeister Peter Tschentscher. „Wir werden den Hafenentwicklungsplan erneuern – nicht mit dem Ziel, den Hafen zurückzubauen, sondern um ihn zu modernisieren und zu stärken“, sagt Tschentscher. Unter anderem werde die Köhlbrandquerung erneuert und die A26-Ost verlängert.

Der Hafen befinde sich in einer Konkurrenzsituation zu Rotterdam oder Antwerpen. Die Wettbewerbsfähigkeit müsse verbessert werden. Dazu gehören „eine konsequente Digitalisierung, bessere Verkehrsanbindungen und eine umfassende Landstromversorgung für Container- und Kreuzfahrtschiffe“, so Tschentscher.

Kritik an den Vorhaben kommt von der Hamburger CDU. Götz Wiese, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, wirft dem Senat mangelnde Planung vor: „Die Verkehrsplanung hängt völlig in der Luft. Köhlbrandplanung und Zeitplan sind weiter offen, die Finanzierung ist nicht gesichert.“ Dies habe eine kleine Anfrage ergeben. Das sei miserabel für den Hafen.

Kritik auch von Naturschützer*innen

Auch Naturschützer*innen hatten angesichts einer im Dezember erschienenen Studie gefordert, die Infrastrukturprojekte neu zu evaluieren und Erweiterungsprojekte zu stoppen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Hafen in den nächsten Jahren deutlich weniger wachsen wird als bisher angenommen. Der Jahresumschlag werde wahrscheinlich nur bei 13,1 Millionen Standardcontainern liegen – und nicht wie angenommen bei 20 Millionen Containern. Gründe dafür sind unter anderem der Verlust von Kohleimporten und eine Abschwächung der Globalisierung.

Titelbild: Pixabay

bem/dpa

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Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem