Mindestens sechs Monate fahren keine Busse mehr über die Mönckebergstraße. Baumaßnahmen an der U3 machen das notwendig. Der Senat nutzt die Zeit als Test für eine umgestaltete Innenstadt.

Ab März rollen keine Busse mehr über die Mönckebergstraße: Im Rahmen der Sanierung der U3 wird die Mönckebergstraße für mindestens sechs Monate gesperrt. Der Bus- und Radverkehr wird über die Steinstraße umgeleitet – die dafür extra umgebaut wird.

Damit die Busse – 1.200 täglich – in diesem Zeitraum über die Steinstraße fahren können, wird dort eine zusätzliche Busspur eingerichtet. Außerdem sollen beidseitig breite Radspuren entstehen. Autos können die Steinstraße dann nur noch in Richtung Hauptbahnhof befahren. In Gegenrichtung sollen sie die Willy-Brandt-Straße nutzen. Die Bauarbeiten in der Steinstraße beginnen am 22. Januar.

Mönckebergstraße dauerhaft busfrei?

Während der baubedingten Sperrung soll auch die Innenstadt umgestaltet werden. Das Ziel: weniger Autoverkehr und mehr Fußgänger*innen in der Innenstadt. Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sagt dazu: „Wir wollen in der anstehenden Projektphase die Mönckebergstraße ohne Busverkehr erlebbar machen.“ Auch die Steinstraße solle attraktiver werden.

Die Erkenntnisse aus der Projektphase werden im Anschluss öffentlich diskutiert und evaluiert. Danach entscheidet der Senat, ob er die Mönckebergstraße auch dauerhaft für den Busverkehr sperrt.

Innenstadt soll attraktiver werden

Die Entwicklung dieses Gebiets ist eines von drei städtebaulichen Innenstadt-Leitprojekten des Senats. Die beiden anderen betreffen die Verschönerung des öffentlichen Raums im Kontorhausviertel und die Gestaltung des Hopfenmarkts. Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, sagt: „Die Innenstadt auch zukünftig zu einem Anziehungspunkt für alle zu machen, erfordert einen längeren Atem.“

Dafür müsse auch weiterer Wohnraum geschaffen werden. „Eine bewohnte Innenstadt ist eine belebte Innenstadt. Deshalb fordern wir bei allen Bauprojekten auch Wohnanteile ein“, sagt Senatorin Stapelfeldt. Rund 700 Wohneinheiten seien in der Alt- und Neustadt in Bau oder in Planung.

Titelbild: Hochbahn

bem

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Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem