Immer mehr Menschen treffen sich coronabedingt draußen. Darunter hat auch die Sauberkeit von Hamburgs Grünflächen zu leiden – trotz vielfach ausgestellter Strafzettel durch die Wastewatcher.
Seit 2018 sind Hamburgs Wastewatcher in Aktion. Seitdem haben die 30 Mitarbeitenden der Stadtreinigung Jahr für Jahr mehr Strafzettel wegen Sauberkeitsverstößen ausgestellt. 2020 wurden so Bußgelder in Höhe von rund 425.000 Euro verhängt. 2018 waren es lediglich rund 103.000 Euro.
Die Zahlen wurden bekanntgegeben nachdem die Fachsprecherin für Stadtentwicklung der CDU-Fraktion, Anke Frieling, im Juni eine kleine Anfrage gestellt hat. Sie hatte den Eindruck, dass die Verschmutzung Hamburgs zugenommen habe.
Senat sieht Grünanlagen in gutem Zustand
Der Senat hingegen ist mit Reinigungszustand der Grünanlagen zufrieden. Anke Frieling fordert den Senat trotzdem auf, die Reinigungsstrategie und die Frequenz an stark besuchten Orten zu überdenken. “Aus Sicht der CDU-Fraktion ist hier noch viel Luft nach oben”, meint die Abgeordnete.
Bisher sind die Wastewatcher wochentags bis abends in Hamburg unterwegs. In den Nachtstunden sei es zu dunkel und das Risiko zu hoch, mit alkoholisierten Parkbesucher:innen in Konflikt zu geraten, so der Senat.
Bürger:innen können über eine Hotline (040-2576 1111) oder ein Online-Formular auf verschmutze Ecken in Hamburg aufmerksam machen.
Diskussion über Bußgelderhöhung
Eine Diskussion über eine Erhöhung der Bußgelder ist ebenfalls in Gange: Die Bezirksversammlung in Eimsbüttel prüft zur Zeit, ob sie das Bußgeld für das Wegwerfen von Zigarettenstummeln erhöhen kann. Bislang sind im Durchschnitt 20 Euro fällig. Grüne und CDU fordern der Hamburger Morgenpost zufolge eine Erhöhung auf 90 Euro.
Grund dafür sind die umweltschädlichen Zigarettenfilter, die meist toxische Stoffe wie Blei oder Arsen beinhalten. Diese Stoffe können vom Regen ausgewaschen werden und gelangen so in den Wasserkreislauf.
elb/dpa
Foto: Markus Scholz/dpa
Elisabeth Birkner, Jahrgang 1994, hat sich zweimal zum Halbmarathon angemeldet, konnte aber nicht hingehen. Einmal kam ihr Corona dazwischen. Das „Berlin City Girl“ gibt allerdings nicht auf, sondern trainiert schon für den dritten Anlauf. In der Zwischenzeit hält sie sich mit Yoga fit. Ihr wichtigstes Thema: Nachhaltigkeit. Sie setzt sich für Initiativen wie Foodsharing oder Critical Mass ein. Die Entscheidung für ihren Bachelorstudiengang Umweltwissenschaften in Lüneburg war somit recht einfach. Nach Auslandserfahrungen in Ecuador und Peru ging es zurück in die Hauptstadt, um im Bereich Unternehmenskommunikation zu arbeiten, etwa für eine Softwarefirma. Wenn Elisabeth nicht auf einer umweltpolitischen Demo ist, zeichnet sie auf ihrem Tablet – am liebsten Landschaftsbilder. Kürzel: elb