Fernsehturm Hamburg erstrahlt mit einer Licht-Show.
Fernsehturm Hamburg in der Silversternacht mit installierter Licht-Show. Foto: Kevin Fink

Nach 20 Jahren soll es 2023 endlich so weit sein: Neue Pächter wollen Hamburgs Fernsehturm – den „Tele-Michel“ – wieder für das Publikum öffnen. Festivals, Popup-Restaurants: Die Neuen haben große Pläne.

Der Hamburger Fernsehturm soll nach 20 Jahren Leerstand ab 2023 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden. „Das ist ein sportlicher Zeitplan, aber wir gehen noch nach wie vor davon aus, dass das klappt“, so der Hamburger Messechef Bernd Aufderheide. Die Hamburger Messe ist als neuer Pächter an dem Projekt beteiligt. Jedoch nicht allein: Zusammen mit dem Unternehmen Online Marketing Rockstar (OMR) und Home United haben sie den Tele-Michel für 25 Jahre von der Eigentümerin Deutsche Funkturm GmbH gepachtet.

Fernsehturm Hamburg: Das Potential soll ausgeschöpft werden

Das erklärte Ziel der drei Pächter ist es, das Potential, das in dem Wahrzeichen schlummert, sowohl für die Hamburger:innen als auch für Besucher:innen der Stadt auszuschöpfen. Die zweigeschossige Kanzel in 120 Metern Höhe soll dauerhaft als Aussichtsplattform und als Veranstaltungsfläche genutzt werden. Beispielsweise für Pressekonferenzen, aber auch für das OMR Festival, ein Festival für Digitales Marketing und Technologie. Es ist aber noch mehr geplant: „Unser Ansatz wird sein, den Turm für die verschiedensten Ideen und Interessenten verfügbar zu machen und uns immer wieder mit eigenen inhaltlichen Ideen einzubringen“, sagt OMR-Gründer Philipp Westermeyer.

Zu Essen und zu Trinken soll es ebenfalls geben. Eingeplant sind unter anderem Popup-Restaurants, die für ein paar Wochen im Hamburger Fernsehturm eröffnen. Wer nur für Heißgetränk vorbeikommen möchte, kann beruhigt sein: „Es wird wahrscheinlich auch Kaffee und Kuchen geben, schon allein deshalb, weil es immer noch ein, zwei Generationen gibt, die mit Fernsehturm eben Kaffee und Kuchen im Drehrestaurant verbinden“, sagt Aufderheide.

Sanierung bis 2023 abgeschlossen

Bevor die Pläne in die Tat umgesetzt werden, saniert die Eigentümerin den Heinrich-Hertz-Turm. Bund und Stadt geben hierfür 37 Millionen Euro dazu. An Silvester gab es einen Vorgeschmack auf den sanierten Fernsehturm: Eine Lightshow illuminierte den Tele-Michel.

dpa/elb

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Elisabeth Birkner, Jahrgang 1994, hat sich zweimal zum Halbmarathon angemeldet, konnte aber nicht hingehen. Einmal kam ihr Corona dazwischen. Das „Berlin City Girl“ gibt allerdings nicht auf, sondern trainiert schon für den dritten Anlauf. In der Zwischenzeit hält sie sich mit Yoga fit. Ihr wichtigstes Thema: Nachhaltigkeit. Sie setzt sich für Initiativen wie Foodsharing oder Critical Mass ein. Die Entscheidung für ihren Bachelorstudiengang Umweltwissenschaften in Lüneburg war somit recht einfach. Nach Auslandserfahrungen in Ecuador und Peru ging es zurück in die Hauptstadt, um im Bereich Unternehmenskommunikation zu arbeiten, etwa für eine Softwarefirma. Wenn Elisabeth nicht auf einer umweltpolitischen Demo ist, zeichnet sie auf ihrem Tablet – am liebsten Landschaftsbilder. Kürzel: elb