Ab November startet das Winternotprogramm der Stadt Hamburg
Ab November werden Obdachlosen zusätzliche Schlafplätze in Hamburg zur Verfügung gestellt. Foto: dpa

Im Winter sind Obdachlose der Kälte besonders ausgesetzt, deshalb startet das Winternotprogramm der Stadt Hamburg wieder. Dieses Jahr mit 1000 zusätzlichen Schlafplätzen.

Ab dem 1. November können wieder obdachlose Menschen in Unterkünfte der Stadt Hamburg übernachten. Diesen Winter stehen 1030 zusätzliche Schlafplätze zur Verfügung. Standorte sind unter anderem die Friesenstraße mit 400 Plätzen oder Halskestraße mit 300 Plätzen. Die zusätzlich geschaffenen Standorte ermöglichen eine pandemiegerechte Belegung. Bedürftige Personen können die städtischen Unterkünfte mit kostenfreien Busshuttlen erreichen.

Fördern und Wohnen, ein Sozialunternehmen der Stadt Hamburg, bietet in der Regel Zwei- und Dreibettzimmer an. Während des Corona-Lockdowns fanden wohnungslose Unterschlupf in Hotels, auch diesen Winter bietet beispielsweise das Hotel Bergedorf Schlafplätze für Obdachlose an.

Tagsüber können sich obdachlose Menschen in der Konzert- und Veranstaltungslocation „Markthalle“ aufhalten. Die Kosten für das Winternotprogramm belaufen sich voraussichtlich auf 13,3 Millionen Euro.

Ganzjährige Notunterbingungen für Obdachlose

Unabhängig von dem Winternotprogramm können Obdachlose auch ganzjährig zur Verfügung stehende Übernachtungsstätte nutzen, wie das Pik As in der Neustädter Straße mit 330 Plätzen. Um Obdachlose ganz von der Straße zu holen, stehen Sprachmittler, Sozialarbeiter und Beratungsangebote zur Verfügung. Auch die Möglichkeit zur Vermittlung in eine durch die Stadt bereitgestellte Unterkunft besteht. Seit November 2019 haben bereits 730 Menschen auf Vermittlung der Stadt eine Unterkunft gefunden.

Mehr Informationen zu den Standorten der Unterkünfte gibt es bei der Stadt Hamburg.

dpa/elb

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Elisabeth Birkner, Jahrgang 1994, hat sich zweimal zum Halbmarathon angemeldet, konnte aber nicht hingehen. Einmal kam ihr Corona dazwischen. Das „Berlin City Girl“ gibt allerdings nicht auf, sondern trainiert schon für den dritten Anlauf. In der Zwischenzeit hält sie sich mit Yoga fit. Ihr wichtigstes Thema: Nachhaltigkeit. Sie setzt sich für Initiativen wie Foodsharing oder Critical Mass ein. Die Entscheidung für ihren Bachelorstudiengang Umweltwissenschaften in Lüneburg war somit recht einfach. Nach Auslandserfahrungen in Ecuador und Peru ging es zurück in die Hauptstadt, um im Bereich Unternehmenskommunikation zu arbeiten, etwa für eine Softwarefirma. Wenn Elisabeth nicht auf einer umweltpolitischen Demo ist, zeichnet sie auf ihrem Tablet – am liebsten Landschaftsbilder. Kürzel: elb