Digitalisierung an Hamburger Schulen schreitet voran

Schnelleres WLAN, mehr Endgeräte, neue Software

Schulkind vor einem Laptop. Foto: Pixabay
Hamburgs Schulen stellen sich digital immer besser auf. Foto: Pixabay

Die Digitalisierung an Hamburger Schulen hat sich im Jahr 2021 deutlich verbessert. Insgesamt investierte die Stadt bereits rund 60 Prozent der Digital-Fördergelder des Bundes in den Ausbau der Schulen.

Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, dass an Hamburger Schulen in Sachen Digitalisierung Aufholbedarf herrschte. Bei der Landespressekonferenz am Dienstag hat der Hamburger Schulsenator Ties Rade (SPD) nun eine positive Bilanz gezogen: Die Digitalisierung an Hamburger Schulen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Der Fortschritt betrifft unter anderem digitale Lerngeräte, die Nutzung digitaler Software und die Teilnahme an Digital-Fortbildungen. Insgesamt hat Hamburg bereits rund 60 Prozent seiner Digital-Fördergelder des Bundes in die Schulen investiert.

99 Prozent der Schulen haben WLAN

„Die digitale Infrastruktur an den Schulen wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren verdreifacht, das ist eine stolze Leistung“, so Schulsenator Ties Rabe bei der Pressekonferenz am Dienstag. In Zahlen: Heute sind 140.000 Endgeräte in Hamburger Schulen im Einsatz, 2018 waren es noch 55.000.

Außerdem verfügen inzwischen 99 Prozent der Schulen über WLAN. Die Leistungsfähigkeit der Verbindungen wurde verzehnfacht: auf 1 Gigabit pro Sekunde. Hamburg belegt mit diesem Wert eine Spitzenposition im bundesweiten Vergleich. „Wir wollen, dass Hamburgs Schülerinnen und Schüler in allen Schulfächern genauso selbstverständlich den Computer einsetzen wie Schulbücher und Arbeitshefte“, so Rabe.

Digitalisierung an Schulen: Lehrkräfte bilden sich weiter

Auch die Lehrkräfte befinden sich auf Digitalkurs: Im Schuljahr 2020/21 besuchten mehr als 16.500 Pädagog:innen rund 3.000 Fortbildungen. Als fester Bestandteil des Referendariats nehmen auch angehende Lehrer:innen seit 2021 verpflichtend am Fortbildungsprogramm „Bildung in der digitalen Welt“ teil.

Software für kooperatives Arbeiten

Dreiviertel der 376 staatlichen Schulen in Hamburg nutzen inzwischen das Lernmanagementsystem „LMS.Lernen.Hamburg“. 2019 waren es lediglich 50 Schulen. Das LMS ermöglicht einen vereinheitlichten, kooperativen Zugriff auf Prüfungsarchive, Austauschforen, hamburgweite Kurse und Lernprogramme.

Darüberhinaus entwickelte Hamburg 2021 im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) die erste bundesweite Lernplattform „mundo.schule“, eine Suchmaschine für digitale Bildungsmedien.

Knapp 60 Prozent der Bundesmittel ausgeschöpft

Der Digitalpakt der Bundesregierung stellt bis 2023 166 Millionen Euro für die Digitalisierung der Hamburger Schulen zur Verfügung. Kombiniert mit den Landesmitteln steht der Stadt somit ein Investitionsprogramm von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang wurden rund 95 Millionen Euro der Bundes-Fördergelder ausgegeben.

Und das sei erst der Anfang, so Schulsenator Rabe: „Im neuen Koalitionsvertrag haben wir den Digitalpakt zwischen Bund und Ländern noch einmal fast verdoppelt und bis 2030 verlängert. Bereits im nächsten Jahr rechnen wir mit weiteren Fördergeldern.“

ebo/dpa

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