Gefälschte Impfpässe: Hamburger Polizei gründet Sonderkommission

Laufende Ermittlungen gegen UKE-Mitarbeiterin

Abbildung einer aufgeschlagenen Impfpassfälschung und einer Lupe. Foto: Stefan Puchner/dpa.
Sichergestellte Impfpassfälschungen. Foto: Stefan Puchner/dpa

Mit der eigens gegründeten Sonderkommission „Merkur“ will die Hamburger Polizei verstärkt gegen gefälschte Impfpässe vorgehen. Auch eine UKE-Mitarbeiterin steht im Fokus der Ermittelnden.

Immer häufiger hat es die Hamburger Polizei mit gefälschten Impfpässen zu tun. Um gezielt gegen die falschen Dokumente vorzugehen, wurde eine neue Ermittlungsgruppe gegründet. Die Sonderkommission „Merkur“ habe kurz vor Weihnachten ihre Arbeit aufgenommen, so eine Pressesprecherin der Polizei. Derzeit ermittelt die Kommission auch gegen eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).

Zahlreiche Fälschungen, härtere Bestrafung

Bis Anfang Januar wurden von der Polizei in Hamburg 832 Fälle im Zusammenhang mit gefälschten Gesundheitsdokumenten registriert. Hierzu zählen neben Impfpässen auch Genesenen- und Testzertifikate. Diese Zahl nimmt der Polizei zufolge seit November 2021 kontinuierlich zu. Zur genauen Zahl der falschen Dokumente könne man allerdings noch keine Angabe machen.

Wer gefälschte Dokumente besitze, dem/der drohen hohe Strafen. Seit dem 24. November 2021 müssen Fälscher:innen mit Geld- und sogar Haftstrafen bis zu fünf Jahren rechnen.

Gefälschte Impfpässe durch eine UKE-Mitarbeiterin?

Aktuell beschäftigt sich die Sonderkommission „Merkur“ auch mit dem Fall einer UKE-Mitarbeiterin. Mehreren Medienberichten zufolge steht die 31-Jährige unter Verdacht, gemeinsam mit einer Komplizin Impfpässe gefälscht zu haben. Die Pressestelle der Polizei bestätigte diese Angaben. Ermittelnde hätten die Wohnungen der beiden Frauen am Freitag durchsucht.

ebo/dpa

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