Paulihaus: Baumbesetzungen an der Rindermarkthalle

Aktivist:innen

Aktivisten besetzen Bäume an der Rindermarkthalle
Bäume werden auf einem Gelände an der Rindermarkthalle gefällt. Zuvor hatten Aktivist:innen gegen die Fällungen protestiert. Foto: Bodo Marks/dpa

Die Bäume sollen bleiben: Aktivist:innen haben sich am Donnerstagmorgen in St. Pauli versammelt, um die Fällung mehrerer Bäume für den Neubau des „Paulihaus“ zu verhindern. Die Polizei hat die Demonstration aufgelöst.

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags kam es am Neuen Pferdemarkt in St. Pauli zu einer Demonstration von Aktivist:innen. Auslöser des Protests waren die für den Tag geplanten Baumfällungen für den Bau des neuen Bürogebäudes Paulihaus. Inzwischen hat die Polizei die Versammlung aufgelöst.

Paulihaus: Demonstration gegen Neubauprojekt

Drei Menschen kletterten auf die Bäume, weitere Aktivist:innen demonstrierten unten. Doch der Protest war nicht von Dauer: Da die beauftragte Firma nach Angaben der Polizei bereits mit Widerstand gerechnet und die Beamt:innen alamiert hatte, seien diese schon auf den Einsatz vorbereitet gewesen und konnte die Demonstration noch am Morgen auflösen.

Während zwei Aktivist:innen freiwillig von den Bäumen herunter kamen, musste bei einer Person das sogenannte Höheninterventionsteam einschreiten. Nach der Räumung konnten die Fällarbeiten der Bäume noch am Morgen beginnen.

Gegen das Bauvorhaben „Paulihaus“ und den einhergehenden Einschnitt in das traditionsreiche Stadtbild St. Paulis hatte es in Vergangenheit bereits mehrere Protestaktionen gegeben.

Nicht die einzige Baumbesetzung

Die Besetzung der Bäume an der Rindermarkthalle sind nicht die einzige Protestaktion, die diese Woche in Hamburg stattgefunden hat: Bereits am Montag besetzten Aktivist:innen auch am Altonaer Alsenplatz mehrere Bäume und verhinderten auf diesem Wege die für den Tag geplante Fällung. Hier soll ein neues Wohnheim entstehen.

Berichten der Hamburger Morgenpost zufolge, wird die Protestaktion von Montag heute unter dem Motto „Umweltschutz nicht gegen Wohnungsbau ausspielen“ am Alsenplatz fortgeführt.

ebo/dpa