Die Profisportvereine im Norden können sich auf mehr Zuschauer:innen in Stadien und Hallen freuen. Bei Großveranstaltungen im Freien sollen bis zu 10.000 Zuschauer:innen möglich sein.

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Bei überregionalen Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen draußen werden künftig bis zu 10.000 Besucher:innen zugelassen – bei einer Belegung von maximal 50 Prozent der Plätze. Drinnen sind maximal 4.000 Zuschauer und Zuschauerinnen erlaubt – bei einer Auslastung von maximal 30 Prozent. Darauf einigten sich die Regierungen der Bundesländer am Mittwoch.

10.000 Fans bei „FC St. Pauli gegen Paderborn“ möglich

Der FC St. Pauli könnte damit beim Spiel gegen den SC Paderborn am Samstagabend 10.000 Besucher:innen ins Millerntor-Stadion lassen. Momentan prüft der Verein allerdings, ob sich der Einlass einer größeren Zahl von Zuschauer:innen kurzfristig überhaupt umsetzen lässt. Angedacht sind derzeit 5.000 Zuschauer:innen. Bei den folgenden Heim-Begegnungen wird sich die Zuschauer:innenzahl für St. Pauli und den Hamburger SV noch weiter erhöhen. Die Basketballer der Hamburg Towers und Handball-Bundesligist HSV Hamburg, der in diesem Monat die Saison fortsetzt, dürfen nunmehr vor maximal 2.000 Zuschauer:innen spielen, wie der Hamburger Senat mitteilte.

Weiterhin strenge Vorgaben

Zulässig ist die Ausrichtung überregionaler Großveranstaltungen nur mit Vorgaben der 2G-Regel oder 2G-Plus-Regel, es gilt „die Pflicht zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske“. Darüber hinaus sollen auf „Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Einlass-Management und Abstandsregelungen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen“ getroffen werden.

Weitere Lockerungen nicht in Sicht

Für weitere große Lockerungen sei es allerdings zu früh, sagte Michael Gwosdz von der Partei Die Grünen gestern in der Bürgerschaft. Gerade die vulnerablen Gruppen, insbesondere pflegebedürftige Menschen, bräuchten auch weiter unseren konsequenten Schutz, so Gwosdz. Ähnlich äußerten sich der Koalitionspartner SPD und die CDU-Opposition.

Die AfD plädiert dafür, alle Corona-Regeln sofort aufzuheben. Anna von Treuenfels von der FDP forderte, dass zumindest im Einzelhandel und in der Gastronomie gelockert wird. Die Linke will, dass PCR-Tests auch künftig für alle zur Verfügung stehen, notfalls solle Hamburg eigene Labore einrichten.

roh/dpa