Zocken mit Personal Trainer: Hamburgs erstes E-Sport-Gym

RCADIA Spaces

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Ein Fitnessstudio der etwas anderen Art: Die RCADIA Spaces auf der Reeperbahn. Foto: Felix Werner

In Hamburg gibt es ein ganz besonderes Fitnessstudio: In den RCADIA Spaces können Gamer:innen mit persönlicher Betreuung an ihren Computerspielfähigkeiten arbeiten. FINK.HAMBURG hat das E-Sport-Gym besucht.

Ein Beitrag von Max Rohloff, Melissa Hertwig und Felix Werner

Die Wände sind schwarz und das Licht ist gedimmt in Hamburgs erstem Fitnessstudio für E-Sportler:innen. Viele Bildschirme sind auf langen schwarzen Tischen verteilt, Tastaturen leuchten blau und grün auf. Eine Hantelbank oder ein Laufband sucht man in diesem Fitnessstudio vergebens. Dafür stehen an den Tischen zahlreiche Computer und Gamingstühle, deren Design an Sportwagensitze erinnern. In den RCADIA Spaces geht es nicht um Muskelaufbau oder Ausdauertraining, sondern um Reaktionsgeschwindigkeit, Konzentration und vorausschauendes Denken.

Die RCADIA Spaces sind ein Fitnessstudio für Gamer:innen, die an ihren Fähigkeiten im digitalen Spiel arbeiten wollen – und das mit der professionellen Unterstützung erfahrener E-Sportler:innen, die in der Profiszene aktiv sind oder waren. „Wir wollen den E-Sport der Amateurszene zugänglich machen“, sagt Yannic Stephan, der in den RCADIA Spaces für „Operations und Events“ zuständig ist. Jede:r ist hier willkommen – um Freunde zu treffen, besser zu werden oder einfach nur zu zocken, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene.

RCADIA Spaces: Coaching und Events

Wer Mitglied ist, kann Montag bis Freitag von 14:00 bis 22:00 Uhr an einem der 50 Plätze trainieren – vorübergehend konnten wegen der Corona-Pandemie nur 20 Plätze angeboten werden. Teams können sich auch in abgetrennte Bereiche zurückziehen oder in Lounge-Ecken vom Training erholen.

Neben den Coaching-Sessions finden in den RCADIA Spaces auch Turniere und Events statt, in denen die Spieler:innen gegeneinander antreten. Gespielt werden hauptsächlich der Multiplayer-Egoshooter „Valorant“, das Autoball-Spiel „Rocket League“, das Mulitplayer-Rollenspiel „League of Legends“ sowie der Koop-Survival-Shooter „Fortnite“ und „Super Smash Bros“ auf der Nintendo Switch. Als Mitglied darf man sich aber auch eigene Spiele auf den PCs installieren – vorausgesetzt man ist alt genug. Denn die Coaches und Mitarbeiter achten laut Yannic Stephan streng darauf, dass der Jugendschutz eingehalten wird.

Wie ein Training in Hamburgs erstem E-Sport-Gym aussieht, erfahrt ihr im Video:

Mitglied in den RCADIA Spaces kann man ab zwölf Euro im Monat werden. Gamer:innen wählen zwischen der Trainings- oder Event-Mitgliedschaft – also entweder unbegrenzte Trainingseinheiten mit den Coaches oder den Zugang zu allen Veranstaltungen und Community-Abenden im E-Sport-Gym. Auch eine Kombination aus beidem ist für einen höheren Preis möglich.

Die Macher der RCADIA Spaces arbeiten übrigens schon am nächsten großen E-Sport-Projekt: Ende 2022 soll die RCADIA, Europas größtes Gaming House und Hotel, in Bergedorf eröffnen.

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Als ein Eichhörnchen sich tagelang in einem Hamburger Möbelhaus verschanzte, war Max Rohloff mehrmals live vor Ort, als Reporter für NDR 90,3. An das Mikrofon kam er durch ein FSJ bei Radio Rudi im Emder Krankenhaus. Geboren ist Max 1997 in Göttingen. Er studierte im sächsischen Mittweida Medienmanagement, was gut passte, gibt es dort doch ein eigenes Studio für den Studierendensender. Seine Bachelorarbeit schrieb er über die Swop-Technologie, die es möglich macht, in einer Radio-App Songs auszutauschen, wenn sie einem nicht gefallen. Nach dem Studium zog er nach Hamburg und ist hier als Reporter für die Morningshow von NDR 90,3 unterwegs. In seiner Freizeit tauscht Max Mikro gegen Sticks: Er spielte schon im Göttinger Symphonieorchester und in diversen Bands Schlagzeug. (Kürzel: roh)