Hamburger Tafel. Mann gibt Essen aus.
Ausgabestelle Hamburger Tafel. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Aufgrund der großen Nachfrage in den vergangenen Wochen werden ab sofort nur noch Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben, die bereits bei der Hamburger Tafel registriert sind. Dies gilt für 22 von 29 Ausgabestellen in und um Hamburg.

Ab sofort werden Lebensmittel nur noch an Bedürftige ausgegeben, die bei der Hamburger Tafel registriert sind. „Seit mehreren Wochen gibt es einen immer stärker werdenden Zulauf an Bedürftigen“, sagt Julia Bauer, Sprecherin der Hamburger Tafel. Aufgrund dessen nimmt die Tafel in 22 von 29 Ausgabestellen in und um Hamurg keine weiteren hilfsbedürftigen Menschen auf. Vor allem in den östlichen Stadtteilen Hamburgs sei der Bedarf an Ausgabestellen besonders hoch.

Großer Ansturm auf die Hamburger Tafel

Schon seit Beginn der Coronapandemie ist die Zahl der bedürftigen Hamburger*innen gestiegen. Derzeit müssten vor allem viele ukrainische Geflüchtete sowie Menschen, die im Niedriglohn-Segment arbeiten, bei den Ausgabestellen versorgt werden. Aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise könnten sich immer weniger Menschen Lebensmittel leisten. Deswegen würden sie auf die Hamburger Tafeln ausweichen.

Spenden benötigt

„Wir brauchen dringend mehr Lebensmittelspenden“, sagt Julia Bauer. Gerade zu Beginn des Ukraine-Krieges seien viele Lieferungen nach Ungarn, Polen oder direkt in die Ukraine gegangen. Viele Unternehmen hätten auch selbst Versorgungsengpässe. Würden mehr Lebensmittel gespendet werden, vor allem von Großunternehmen, könnten auch neue Ausgabestellen eingerichtet werden, so Bauer.

jul/dpa