Hamburgs Störche. Ein großer Storch mit einem jungtier in einem Nest.
Hamburgs Störche: Durchmischte Brutbilanz in Hamburg. Foto: Mabel Amber/ Pixabay

Die Trockenheit im Frühling setzte auch Hamburgs Störchen zu. Sie fanden schlechter Nahrung. Die Konsequenz: Die Tiere warfen Nachwuchs aus dem Nest, weniger Jungvögel überlebten.

Hamburgs Referent für Storchenschutz beim Naturschutzbund Nabu, Jürgen Pelch, hat keine guten Neuigkeiten: „Ich kann dieses Jahr keine Rekordbilanz vorstellen. Es sind 61 Jungvögel groß geworden. Im letzten Jahr waren es 76“, sagt er in Hamburg auf einem Milchhof in den Marschlanden. Von den 42 Storchenpaaren hätten nur 30 erfolgreich Jungtiere großgezogen. Viele Tiere fanden bei der großen Trockenheit im Frühjahr keine Nahrung. Deshalb hätten die Altvögel mindestens 20 Jungvögel aus dem Nest geworfen.

Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist die Brutbilanz trotzdem ein gutes Zeichen. Sie zeige, dass sich Hamburgs Störche wohlfühlen würden – für eine Millionenstadt sei das nicht selbstverständlich.

Wassergräben: Heimat für viele Insekten, Frösche und Käfer

Pelch appellierte dennoch eindringlich an Hamburgs Landwirte und Politiker: für die Artenvielfalt müssten die Wassergräben der Region gepflegt und regelmäßig ausgebaggert werden. Das helfe nicht nur bei Starkwasserereignissen und erhöhe den Grundwasserspiegel, sondern schaffe auch Heimat für viele Insekten, Frösche, Käfer und weitere Tiere. Diese seien auch für Hamburgs Störche eine wichtige Nahrung.

lig/dpa