Bunt, vielfältig, informativ: Vom 30. Juli bis zum 7. August findet die Pride Week in Hamburg statt. Ob Tagesrave, Diskussionsrunde oder der abschließende CSD-Demonstrationszug: Vereine und Initiativen wollen das queere Leben sichtbar machen und Begegnungen zu schaffen. 

Text von Pauline Knappschneider, Foto: Harry Horstmann

Pride House

Pride-Week heißt nicht nur Party! Ihr habt euch schon immer gefragt, wie Bi+sexuelle Paare leben oder man transphobe Sprache vermeiden kann? Schnappt euch eure Freund*innen und findet es heraus! Im Pride House in der Rostocker Straße finden täglich spannende Veranstaltungen zu queerem Leben statt. Wer sich zu LGBTQIA*-Themen weiterbilden und Stimmen aus der Community hören will, kann hier verschiedene Lesungen, Diskussionsveranstaltungen oder Workshops besuchen.

  • Wann? Vom 31. Juli bis 4. August
  • Wo? Integrations- und Familienzentrums (IFZ) und Jugendzentrum Schorsch, Rostocker Straße 7, Hamburg
  • Anmeldung teilweise vorab

CSD-Straßenfest

Straßenfest-Vibes mit Musikinseln, Verkaufsständen und Snackbuden findet ihr am Wochenende vom 5. bis 7. August am Jungfernstieg und Ballindamm. Die Musikinseln der Hamburger Clubs und Bars machen aus der Innenstadt einen großen Open-Air-Dancefloor. Auf der Bühne treten Stars von Blümchen bis Kat Graham auf. Das Pride-Zelt ist die Anlaufstelle für alle Fragen rund um Hamburg Pride e.V. und den CSD.

  • Wann? Vom 5. bis 7. August
  • Wo? Jungfernstieg und Ballindamm

Electro Pride

Nun ja, ein bisschen mehr Party muss doch sein: Zu elektronischen Beats könnt ihr die Liebe und das Leben feiern. Im Übel und Gefährlich legen am Freitag bis in die frühen Morgenstunden Monkey Safari, Ron Flatter, TISKO und Bek auf. Tanzt euch in Trance!

  • Wann? 5. August, von 23.59 bis 7 Uhr
  • Wo? Ballsaal im Übel & Gefährlich
  • Wie teuer? Tickets für 15€ im Vorverkauf oder für 20€ an der Abendkasse

CSD-Demonstration

Der Höhepunkt der Pride-Week ist die 42. CSD-Demo. Der Zug startet am Samstag am Ende der Langen Reihe und zieht dann weiter über die Kirchenallee, den Steintorwall, die Mönckebergstraße, den Glockengießerwall und die Lombardsbrücke bis hin zum Neuen Jungfernstieg. Hier wird die Pride Week ihrem Motto „Auf die Straße! Vielfalt statt Gewalt“  gerecht.

  • Wann? 6. August, ab 12 Uhr
  • Wo? Ende der Langen Reihe (Höhe Schmilinskystraße)

Vogelball

Glitzer und bunte Federn wohin man schaut! Auf dem MS Artville Gelände könnt ihr internationale und lokale queere Acts auf dem gesamten Spektrum der elektronischen Musik erleben. Der queer-elektronische Maskenball richtet sich nicht ausschließlich an ein queeres Publikum, sondern heißt alle wilkommen. Hier sollen Begegnungen geschaffen und auf die lokale queere Szene aufmerksam gemacht werden. Vor allem aber kann bis in den Morgen gemeinsam gefeiert werden.

  • Wann? 6. August, Einlass ab 16 Uhr
  • Wo? MS Artville Gelände, Alte Schleuse Hamburg-Wilhelmsburg
  • Wie teuer? Einzelticket für 42€ oder Schwarmticket für vier Personen für 160€
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Pauline Knappschneider, Jahrgang 1998, wuchs in Freudenstadt im Schwarzwald mit Pudeln und Labradoren auf. Nur einen Katzensprung entfernt, in Tübingen, studierte sie Medienwissenschaft und Anglistik und drehte ihren ersten Kurzfilm über mediale Überwachung. Beim Film ist Pauline geblieben. Während eines Praktikums bei einer Werbefilmproduktion hat sie anlässlich des Christopher Street Days kinky Kostüme für einen Dreh ausgesucht. Inzwischen jobbt sie Backstage bei der „Küchenschlacht“ in Hamburg. Als Ausgleich macht Pauline Yoga und hört gerne Podcasts. Stricken ist für sie mehr als ein Hobby – gestrickte Trend-Kapuzen „Balaclava“ konnte sie für 40 Euro pro Stück sogar zu Geld machen. Andere Leute legten sich während des Lockdowns einen Hund zu, Pauline startete mit Kommiliton:innen das Kunst- und Kulturmagazin „Panoptic“. Kürzel: pau

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