E-Scooter behindert Gehweg. Foto: Boris Mayer/Pixabay
E-Scooter behindert Gehweg. Foto: Boris Mayer/Pixabay

Falsch geparkte E-Scooter behindern Gehwege und sorgen damit in Hamburg immer wieder für Aufregung. In einem Pilotprojekt soll die Stadtreinigung jetzt die gefährlichen Stolperfallen beseitigen. 

„Scooter durchfluten die Stadt, sie werden nicht korrekt abgestellt und blockieren somit Gehwege“, so Pressesprecher Andree Möller von der Pressestelle Stadtreinigung Hamburg.

Mithilfe eines Evaluierungsprojekts möchte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) dem nun entgegensteuern. Die Hamburger Stadtreinigung sorgt ab sofort für noch mehr Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum. E-Bikes und E-Scooter, die Geh- und Radwege blockieren, sollen umgestellt werden. Das Pilotprojekt läuft bis zum 31. Dezember.

Hamburger Stadtreinigung auf E-Scooter-Streife

Der Plan sieht folgendermaßen aus: Vier Mitarbeiter*innen der Stadtreinigung gehen mit jeweils zwei Fahrzeugen unter der Woche auf E-Scooter-Streife. Sie fahren an bestimmte Hotspots in Hamburg, beispielsweise U- oder S-Bahnhaltestellen, Parkanlagen und Veranstaltungsflächen, um falsch geparkte E-Scooter umzuräumen.

Alles wird dokumentiert. Die Mitarbeiter*innen sollen Vorher- und Nachher-Fotos der E-Scooter sowie ein Foto des Kennzeichens machen. Diese Daten gehen zusammen mit der GEO-Position an die BVM  – und von da aus an die Betreiber*innen der E-Scooter. Letztere sind aber weiterhin in der Verantwortung, die Fahrzeuge von Fundort umgehend zu entfernen.

Wer zahlt?

Laut der Pressestelle für Verkehr und Mobilitätswende handelt es sich bei dem Evaluierungsprojekt um eine Maßnahme zur Begrenzung der E-Scooter in der Stadt – zusätzlich zu beispielsweise Bußgeldern in Bewohnerparkgebieten und festen Parkzonen. Die Kosten des Projekts sollen Ende des Jahres festgestellt werden. Ein Teil der E-Scooter Anbieter*innen habe sich schon bereiterklärt die Kosten mitzutragen.

Sollte das Pilotprojekt „Früchte tragen“, werden auf Dauer aber Kosten auf die Steuerzahlenden zukommen, so die BVM.

lor

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Laura Reichharts Instrument ist ihre Stimme, als Mikro nutzt sie dafür aber nicht eine ihrer drei Rundbürsten. Sie sind für den perfekten Schwung in ihrem Pony reserviert und kommen täglich zum Einsatz. Seit der Schulzeit singt sie auf verschiedenen Bühnen, räumte nach dem Abitur sogar bei „Jugend musiziert“ in der Sparte Gesang Pop auf Bundesebene den 1. Platz ab. Heute lädt sie ihre Lieblingscoversongs auf Instagram und Youtube hoch. Geboren ist Laura 1996 im Saarland, in Karlsruhe studierte sie Grundschullehramt. Da ihr der Hochschulpodcast viel mehr Spaß machte als die Arbeit in der Schule, landete sie beim Radio. Die Sendung „Mein Abenteuer“ von RPR1 hat sie redaktionell vorbereitet. Von der Musikredaktion von Big FM kam sie zum SWR. Bei „Das Ding vor Ort“ informierte sie als Reporterin über das Stadtgeschehen von Karlsruhe. Für FINK.HAMBURG will sie nun die lokale Musikszene entdecken – und eine neue Band finden. Kürzel: lor