Kostenlos in Kultureinrichtungen – das geht für Studierende des ersten und zweiten Semesters an Hamburgs Hochschulen. Vom 01. November 2022 bis zum 28. Februar 2023 können Studierende kostenlos ins Kino, ins Theater oder in Museen.  

Titelbild: Julia Kaiser

Die Idee hinter dem Projekt “Freikarte – 100 Prozent Kultur zum Studienstart”: Studienanfänger*innen soll die lokale Museums-, Theater- und Kinolandschaft vorgestellt werden, sie nachhaltig daran binden und Kultur in das Leben junger Menschen integrieren.

“Die Freikarte ist ein wunderbares Willkommensgeschenk für Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Hamburg”, so Katharina Fegebank (Grüne), Zweite Bürgermeisterin von Hamburg. Bereits im dreizehnten Jahr in Folge haben Studierende die Möglichkeit Kultureinrichtungen zu besuchen – und zwar kostenlos und so oft wie sie wollen.  

Die Kulturfreikarte ist nur gültig mit eingetragenem Namen und in Verbindung mit einem gültigen Studierendenausweis. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen zum Thema.

Auf einen Blick:

  • Was? Kulturfreikarte für Studierende des ersten und zweiten Semesters
  • Wann? Vom 01. November 2022 bis 28. Februar 2023
  • Wie? Karte beim Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) abholen, bei den Kultureinrichtungen vorzeigen und los geht’s! Die jeweiligen Regulierungen der einzelnen Einrichtungen erfährst du im Text.

  

Wo bekommst du deine Kulturfreikarte?

Die Freikarte ist der Schlüssel zu allen Angeboten des Projekts: Mit der Karte erhalten Studierende vier Monate freien Eintritt in allen teilnehmenden Kulturinstitutionen.  

Das Angebot richtet sich an Erst- und Zweitsemester fast aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Das heißt konkret: Egal ob du im Bachelor oder Master studierst, hast du ein Anrecht auf die Kulturfreikarte.

Ob deine Hochschule auch dabei ist, erfährst du bei deinem Asta. Der Asta verteilt die Freikarten zum Semesterstart an die Studierenden der jeweiligen Hochschule. Alternativ können die Tickets während der Sprechzeiten abgeholt werden.

Aktuell ist das Kontingent der Freikarten der HAW Hamburg aufgebraucht. Seitens des Veranstalters heißt es, dass das Kontingent der HAW Hamburg in den letzten Jahren auf Wunsch des Astas halbiert wurde. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG, warum das Kontingent nicht für alle Studierende des ersten und zweiten Semesters reicht, schreibt der Asta, dass in den Vorjahren immer Karten übrig waren. Das Kontingent wurde reduziert, um Kosten und auch Papiermüll zu vermeiden. Auf die Frage, ob noch Freikarten nachbestellt werden, hat der Asta bislang nicht geantwortet. 

Wie kommst du dann an die Tickets?

Im Prinzip musst du nur deine Freikarte vorzeigen und kannst in Vorstellungen gehen oder Museen besuchen. Einige Ausnahmen gibt es allerdings: 

Falls du ins Theater möchtest, gilt das Prinzip “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”: Ab 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung kann eine (Rest-)Karte abgeholt werden. Allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Premieren und Sonderveranstaltungen können nicht mit der Kulturfreikarte besucht werden.  

Die Hamburger Staatsoper, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg und das Thalia Theater bieten ihre Tickets bereits 24 Stunden vor der Vorstellung online an. Mit dem Buchungscode FREIKARTE2022 kannst du deine Freitickets einlösen. Denk daran, deine Freikarte beim Besuch bei dir zu haben, falls du sie vorzeigen musst. Eine Buchung an den Abendkassen ist nicht möglich.

Bei der Elbphilharmonie können Tickets sogar schon 14 Tage vorher online gebucht werden.

Hier findest du alle Veranstaltungen, die du besuchen kannst. Falls bestimmte Veranstaltungen nicht gelistet sind, bedeutet das, dass die Kulturfreikarte nicht für dieses Event gilt.  

Welche Einrichtungen kannst du besuchen?

Insgesamt nehmen 43 Hamburger Kultureinrichtungen beim Projekt Kulturfreikarte teil. Neben den bekannten Hamburger Museen wie den Deichtorhallen und Theatern wie dem Thalia Theater kannst du mit der Kulturfreikarte auch kleinere Kultureinrichtungen besuchen und kennenlernen.   

Außerdem nehmen drei Kinos teil – das Abaton Kino, das Metropolis Kino und das 3001 Kino. Und auch das Hamburger Planetarium kannst du mit deiner Freikarte besuchen.

Die vollständige Liste aller teilnehmenden Kulturinstitutionen findest du hier.  

Was, wenn du schon im dritten Semester bist?

Du bist nicht mehr im ersten oder zweiten Semester und hast Bock auf Kultur? Allerdings ist dein Budget schmal? Oft gibt es für Menschen unter 30, für Studierende und für Schüler*innen auch vergünstige Theaterkarten. Diese findest du direkt auf den Homepages der Theaterhäuser wie dem Deutschen Schauspielhaus, dem Kampnagel, der Staatsoper Hamburg oder dem Thalia Theater. In einem weiteren Artikel haben wir Kultur in Hamburg zum Studipreis für dich recherchiert.

Die Freikarte ist ein Projekt der Hermann Rauhe Stiftung. Weitere Partner sind die Allgemeinen Studierendenausschüsse der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), weitere Universitäten sowie eine Vielzahl Hamburger Kultureinrichtungen. Sie bezuschussen jede Freikarte mit einem Beitrag von zwei Euro. Hauptsponsor ist die Hamburger Sparkasse, die die Druckkosten übernimmt.

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Für Julia Kaiser, 1995, ist nichts unmöglich – sobald sie ihren ersten Kaffee hatte. Ob Technofestivals im Schwarzwald organisieren, Lampen und Stühle gestalten oder den Industrieroboter Horst online vermarkten – sie springt gern ins kalte Wasser und lernt dann schwimmen. Studiert hat sie in Konstanz: internationales Management mit dem Schwerpunkt Südostasien, weil das spannender klang als BWL. Dafür hat sie ein Jahr in Indonesien und Malaysia gelebt und gearbeitet. Den dort verbreiteten Leitsatz „Jam karet“, was soviel heißt wie: „kein Stress“, hat sie mit zurück nach Deutschland gebracht. Diese Gelassenheit half ihr, als sie im Alleingang für den Onlineauftritt eines Start-ups verantwortlich war. Mit der gleichen Geduld sucht Julia auf Flohmärkten nach Schätzen. Ihr tollster Fund: zwei Cocktail-Sessel, die sie komplett neu bepolstert hat. Kürzel: juk