Containerschiffe liegen in einem Containerterminal im Hamburger Hafen
Hamburg: Containerschiff in einem Containerterminal im Hafen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Bis zum kommenden Frühjahr will die Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan für eine klimafreundliche Schifffahrt ausarbeiten. Hamburg unterstützt den Vorstoß des Bundes.

Die Bundesregierung will bis zum kommenden Frühjahr einen nationalen Aktionsplan für klimafreundliche Schifffahrt erarbeiten. Zum Start der Konzeptionsphase haben Volker Wissing (FDP) und Robert Habeck (Grüne) das Vorhaben am Dienstag in Berlin vorgestellt.

Der Plan dürfte auch für die konkrete Umsetzung der Hamburger Klimaziele von Bedeutung sein: Mit dem Hafentwicklungsplan verfolgt der Hamburger Hafen schon jetzt die Absicht, bis 2040 klimaneutral zu sein. Als größter Seehafen in Deutschland ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Hansestadt.

Martin Helfrich, Pressesprecher der Behörde für Wirtschaft und Innovation in Hamburg, sagte mit Bezug auf die Ankündigung vom Bund:Die Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans klimafreundliche Schifffahrt hat gerade erst begonnen. Hamburg beteiligt sich an dem Prozess. Grundsätzlich befürworten wir unter anderem natürlich die Entwicklung und Nutzung klimafreundlicherer Schiffsantriebe und -kraftstoffe und tragen die vorgeschlagenen Schwerpunkte mit.”

Klimaneutralität und Wettbewerbsstärke

Das Ziel des Nationalen Aktionsplans vom Bund ist es, die Schifffahrt in ganz Deutschland klimaneutral und wettbewerbsfähig zu machen. Dies sei eine enorme Herausforderung, so Wissing. Gleichzeitig biete das Vorhaben jedoch auch eine große industriepolitische Chance. Konkret wird der Aktionsplan eine Roadmap für die technologieübergreifende Einführung klimafreundlicher Schiffsantriebe vorlegen. Weitere inhaltliche Eckpunkte sind unter anderem auch die Flottenmodernisierung sowie der Einsatz von alternativen Energiesystemen.

In die Entwicklung der Strategie eingebunden sind unter anderem Vertreter*innen der Schifffahrt, Energieversorger sowie Industrie- und Umweltverbände. Die ersten Ergebnisse sollen zur nächsten nationalen maritimen Konferenz im Frühjahr 2025 vorgestellt werden. 

Bis 2050 emissionsfreie Schiffe

Der Nationale Aktionsplan fußt auf der Zielvorgabe des Bundes, bis zum Jahr 2045 Treibhausgasneutralität in Deutschland zu erreichen. Speziell für die maritime Wirtschaft hat die International Maritime Organization (IMO) im vergangenen Sommer beschlossen, dass die Seeschifffahrt ihre Treibhausgasemissionen bis etwa 2050 auf null reduzieren muss. Rund 90 Prozent des weltweiten Warenhandels werden derzeit per Schiff abgewickelt. Die oft riesigen Containerschiffe fahren jedoch meist noch mit fossilen Brennstoffen.

Hamburg: Klimaneutrale Schifffahrt schon bis 2040 

Die Umstellung auf klimaneutrale Schifffahrt ist auch am Hamburger Hafen und bei hier ansässigen Schifffahrtsunternehmen wie Hapagy-Lloyd und MSC ein wichtiges Thema. Erst seit kurzem profitieren am Hamburger Hafen auch Containerschiffe von Landstrom. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein – unter anderem durch den Einsatz von alternativen Treibstoffen.

Das übergeordnete Ziel des Hamburger Hafens ist es, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Hierfür investiert die Stadt unter anderem in emissionsarme Transportsysteme und neue Energieträger.

dia/dpa

In der Dominikanischen Republik erkundete Diana Waschelitz, geboren 1991 in Bad Segeberg, Leguaninseln und Krokodilfarmen. Sie studierte in Hamburg Amerikanistik sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften. Diana war schon Qualitätskontrolleurin für Asos und plante Containerrouten für Hapag-Lloyd. Für ein Erasmussemester ging Diana nach London. Die Mentalität und die Buchläden in Bloomsbury gefielen ihr so gut, dass sie gleich für zwei Jahre blieb. Wieder zurück in Hamburg verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Mats, ihrem Mops. Kürzel: dia

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