In Hamburg werden Parkgebühren erhöht und Parkscheine abgeschafft. Die Stadt nennt höhere Preise fair. Der ADAC hat Kritik.
Wer in Hamburg parken will, muss künftig mehr zahlen. Die Preise für Kurzzeitparken in der Innenstadt werden von 3,50 Euro auf 4 Euro pro Stunde erhöht. In der Zone 2, dem citynahen Bereich, kostet eine Stunde Parken künftig 3,50 Euro statt bisher 3 Euro. In der Zone 3, den Stadtteilzentren, steigt die Gebühr von 2,50 Euro auf 3 Euro und in Zone 4, den äußeren Stadtteilen, von 1,50 Euro auf 2 Euro.
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende bezeichnet die Preissteigerungen als “maßvoll und gezielt”. Hamburg bleibe damit im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld. Nach Angaben der Verkehrsbehörde sollen die Preise in den nächsten Wochen schrittweise umgestellt werden. Wichtig: Entscheidend beim Parken sind die Angaben an den Parkautomaten, in Park-Apps und Onlinediensten sowie auf der Internetseite des Landesbetriebs Verkehr.
Tagestickets und Bewohnerparken werden teurer
Die Preise der Tagestickets sollen um 2 Euro steigen: In Zone 2 werden künftig 12 Euro statt 10 Euro fällig. In den Zonen drei und vier steigt der Preis von 8 Euro auf 10 Euro. Der Preis für Wochentickets steigt in den Zonen 2 und 3 von 30 Euro auf 33 Euro und in der Zone 4 von 24 Euro auf 26 Euro.
Auch die Preise fürs Bewohnerparken werden laut Senatsbeschluss angehoben: Bei digitaler Antragstellung von 65 Euro auf 70 Euro. Vor Ort kostet der Antrag künftig sogar 90 Euro, statt den bisherigen 70 Euro. Zudem werden die Besucherparkausweise teurer: In den Zonen 1 und 2 von 3 auf 4 Euro, in den Zonen 3 und 4 von 2,50 auf 3 Euro pro Tag.
ADAC äußert Kritik an hohen Parkgebühren
Laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) könne in Bereichen mit hohem Parkdruck das Aufkommen durch entsprechende Entgelte gesteuert werden. “Wenn man aber bedenkt, dass die Autofahrer*innen durch hohe Spritpreise und Unterhaltskosten ohnehin schon stark belastet sind, ist die Erhöhung unnötig.”
Parkscheine werden abgeschafft
Einhergehend mit den Preiserhöhungen werden Parkscheine aus dem Automaten und ausgedruckte Bewohnerparkausweise abgeschafft. Zukünftig reicht es, das Kennzeichen am Automaten einzugeben. Auch Parkberechtigungen zum Bewohner- und Besucherparken müssen dann nicht mehr ausgedruckt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende. Der ADAC sieht darin, aus Gründen der Nachhaltigkeit, einen Schritt in die richtige Richtung. ADAC-Hansa Pressesprecher Christof Tietgen sagt: “Hier muss allerdings sichergestellt werden, dass die Bedienung der Automaten leicht und benutzerfreundlich ist. Ebenso müssen die Datenschutz-Vorgaben eingehalten werden.”
mok/dpa
Auf dem Trittbrett eines Müllwagens zu stehen: Das ist ein Traum von Moritz Kracht, Jahrgang 2002. Aufgewachsen ist er zwischen Hannover und Braunschweig, für sein Journalismusstudium zog er nach Magdeburg. Dort arbeitete Moritz beim MDR und nahm Anrufe für „Flirteinander“ entgegen – wie viele Ehen er gestiftet hat, weiß er aber nicht. Irgendwann hatte er keine Lust mehr, in den frühen Morgenstunden Anrufe entgegenzunehmen und wechselte ins TV-Sportressort. Er berichtete unter anderem über Tischfußball, später bei Hitradio Namibia dann übers Surfen (ohne Segel). In Hamburg fährt er jetzt gelegentlich über die Alster (mit Segel). Trittbrettfahrer? Höchstens bei der Müllabfuhr.
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