Schuldig: Urteil gegen Hamburger Polizisten

Neun Jahre nach dem G20-Gipfel

In einem Gerichtsaal sitzen Personen an Tischen zueinander, wobei drei Gesichter zesniert sind.
Das Urteil ist gefallen: Die Polizei Beamten wurden schuldig gesprochen. Foto: Christian Charisius/dpa

Neun Jahre nach dem G20-Gipfel wurden drei Hamburger Polizisten verurteilt. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung im Amt. Die Polizisten sind schuldig gesprochen. 

Drei Hamburger Polizisten sind am Mittwoch, neun Jahre nach dem G20-Gipfel, vor Gericht schuldig gesprochen worden. Laut Hamburger Amtsgericht haben sie gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung gegenüber einem heute 29-Jährigen verübt. Das Gericht verhängte, laut NDR, eine hohe Geldstrafen gegen die Polizisten, die aber aufgrund der langen Verfahrensverzögerung als abgegolten gelten. Der genaue Betrag ist unbekannt.

Video als zentrales Beweismittel

Die drei Beamten im Alter von 38, 44 und 46 Jahren haben im Juli 2017 im Zuge der G20-Ausschreitungen mit Schlagstöcken und Fäusten auf das Opfer am Bismarck-Denkmal oberhalb der Landungsbrücken eingeschlagen. Der Mann trug Prellungen und Blutergüsse davon.

Als zentrales Beweismittel zu der Tat gilt ein Video. Laut dem NDR ist in der Aufnahme zu sehen, wie mehrere Polizisten auf den damals 20-Jährigen einschlugen, der vor der Gewalttat „einfach dort gesessen“ habe. Das Video stammt aus einer Berichterstattung des Online-Newsportals VICE und ist auf YouTube öffentlich abrufbar.

Verhandlung wieder aufgenommen

Das Verfahren gegen die Polizisten wurde zunächst eingestellt. Erst nach einer Überprüfung sei in diesem Fall doch noch Anklage erhoben worden, da die Beamten nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft mutmaßlich nicht gerechtfertigt gehandelt hätten.

Die „unübersichtliche Lage und Überforderung nach 24 Stunden Dauereinsatz” galt als Hintergrund der Gewalttat, sagte einer der Polizisten vor Gericht. Laut NDR, betonte einer der Beamten im Gerichtssaal: „Der G20-Gipfel war der belastendste Einsatz meines Lebens.” Gegen alle drei wurde eine Geldstrafe verhangen. Da die Länge der Verfahrensverzögerung rechstaatswidrig sei, gelten die Geldstrafen als abgegolten.

Zwei Polizisten sehen die Tat heute als „nicht gerechtfertigt“

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zitiert Richterin Christine Simon-Wiehl, die zu der Tat der Polizisten betont: „So etwas darf nicht passieren und das sieht das Gericht auch so.“ Zwei der drei angeklagten Polizisten haben bereits zu Beginn des Prozesses Einsicht gezeigt. Sie haben sich beim Opfer entschuldigt und jeweils 500 Euro Schmerzensgeld angeboten. Einer von ihnen hat das Geld noch im Gerichtsaal übergeben. Das mittlerweile 29-Jährige Opfer hatte aber klargemacht, dass ihm die Entschuldigungen mehr bedeuteten als das Geld.

ona/dpa

Raus in die Welt wollte Bleona Ramadani schon immer: Das zeichnete sich bereits ab, als sie im Jahr 2000 früher als geplant in Neumünster geboren wurde. Ihren ersten Bekanntheitsgrad erreichte sie schon in der Grundschule als Einradmeisterin. Doch das reichte ihr nicht. Zum Musikbusiness Studium ging es nach Hamburg. Seitdem ist Bleona in der Musikindustrie unterwegs: Bei „365xx records“ mit Female Artists, wo sie die Social Media Kanäle koordinierte und für den internationalen Blog des Labels schrieb. Oder auf ihrem TikTok-Kanal, wo sie Künstler*innen und Musiktrends analysiert. Bei Songs von 432 Hertz schlägt ihr Herz mal langsamer, und sie hat nicht das Gefühl, mit allem früh dran sein zu müssen.
Kürzel: ona

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