Diensthund beißt zu: Prozess gegen Hamburger Polizistin startet

Staatsanwaltschaft spricht von unrechtmäßigem Diensthund-Einsatz

Ein Teil eines Polizeiwagens ist zu sehen. Im Fokus des Bildes ist die Aufschrift „Polizei“ des Autos.
Unrechtmäßiger Diensthund-Einsatz: Prozess gegen Hamburger Polizistin beginnt. Foto: Ingo Kramarek/pixabay

In Hamburg startet der Prozess gegen eine Polizeibeamtin. Ihr wird vorgeworfen, ihren Diensthund unrechtmäßig gegen einen Mann eingesetzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung.

Eine Hamburger Polizistin soll im Januar 2023 unrechtmäßig einen Diensthund gegen einen Mann eingesetzt haben. Die angeklagte Polizistin habe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft den Beißkorb des Diensthundes entfernt und den Hund unrechtmäßig dazu aufgefordert, einen Mannn namens Petrica A. zu beißen. Die Anklage lautet „gefährliche Körperverletzung im Amt“.

Der Vorfall

Laut NDR wurde das Fahrzeug von Petrica A. aufgrund einer möglichen Verwicklung in einen Unfall mit Fahrerflucht kontrolliert. Petrica A. soll trotz Aufforderungen der Polizei das Fahrzeug nicht angehalten haben, weshalb die Polizei die Verfolgung aufnahm.

Als die angeklagte Polizistin und ihre Polizeikollegen das schon stehende Auto erreichten, saß Petrica A. auf der Rückbank des Fahrzeuges. Die Polizei nimmt an, dass er zu diesem Zeitpunkt alkoholisiert war. Eine weitere Person saß auf dem Beifahrersitz. Die Polizeibeamten gehen davon aus, dass die Insassen des Autos vertuschen wollten, wer von ihnen das Fahrzeug gefahren ist. Ein Teppichmesser wurde beim Beifahrer sichergestellt.

Die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft und Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens bestätigt gegenüber FINK.HAMBURG schriftlich, dass Petrica A. von der angeklagten Polizistin aufgefordert wurde, das Fahrzeug zu verlassen, und dass sie ihm angedroht habe, den Hund einzusetzen. Als Petrica A. das Auto nicht verließ, soll die angeklagte Polizistin den Diensthund auf ihn angesetzt haben.

Rechtsanwältin Alexandra Elek, die Petrica A. verteidigt, sagt auf Nachfrage von NDR und WDR: “An den Verletzungen zeigt sich, dass dieser Einsatz völlig aus dem Ruder gelaufen ist.”

Staatsanwaltschaft spricht von einem unrechtmäßigen Einsatz

Tiefe Bisswunden an Arm, Unter- und Oberschenkel wurden dokumentiert. Die Staatsanwaltschaft Hamburg erhob Anklage gegen die Polizistin. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte gegenüber NDR und WDR, die Angeklagte sei sich darüber im Klaren gewesen, dass es keine gerechtfertigte Sachlage für einen Diensthund-Einsatz gab. Die Verteidigerin der Angeklagten habe sich noch nicht zum Vorfall äußern wollen.

Prozessbeginn

Oberstaatsanwältin Mia Sperling-Karstens bestätigt, dass am Dienstagmorgen um 09.30 Uhr der Prozess gegen die angeklagte Polizistin begonnen hat. Die Verhandlung werde am kommenden Dienstag um 13 Uhr im Strafjustizgebäude Hamburg weitergeführt.

ona/dpa

Raus in die Welt wollte Bleona Ramadani schon immer: Das zeichnete sich bereits ab, als sie im Jahr 2000 früher als geplant in Neumünster geboren wurde. Ihren ersten Bekanntheitsgrad erreichte sie schon in der Grundschule als Einradmeisterin. Doch das reichte ihr nicht. Zum Musikbusiness Studium ging es nach Hamburg. Seitdem ist Bleona in der Musikindustrie unterwegs: Bei „365xx records“ mit Female Artists, wo sie die Social Media Kanäle koordinierte und für den internationalen Blog des Labels schrieb. Oder auf ihrem TikTok-Kanal, wo sie Künstler*innen und Musiktrends analysiert. Bei Songs von 432 Hertz schlägt ihr Herz mal langsamer, und sie hat nicht das Gefühl, mit allem früh dran sein zu müssen.
Kürzel: ona

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