
Verbesserter UV-Schutz für Textilien, Virtual-Reality-Anwendungen und Wissenschaftspodcasts: Seit 2021 gibt es eine enge Kooperation zwischen der HAW Hamburg und dem DESY. Diese soll nun ausgebaut werden.
Die Kooperation für Anwendung und Innovation (KAI) des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg besteht seit fünf Jahren. Am gestrigen Montag wurde in einem Festakt die Zusammenarbeit gefeiert, Bilanz gezogen und ein Ausblick vorgestellt, wie sich die Kooperation in den kommenden fünf Jahren weiter vertiefen soll.
„Hamburg ist dann am stärksten, wenn unsere Wissenschaftseinrichtungen ihre unterschiedlichen Stärken zusammenbringen“, sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) die Kooperation. KAI zeige seit fünf Jahren, wie Grundlagenforschung und angewandte Wissenschaft gemeinsam an konkreten Lösungen arbeiteten, etwa für eine effizientere Herstellung von grünem Wasserstoff.
Kooperationsvertrag für die nächsten Jahre unterzeichnet
Gemeinsam mit Professor Axel Wagenitz, Vizepräsident für Forschung und Transfer der HAW Hamburg, und DESY-Direktorin Professorin Beate Heinemann unterzeichnete Blumenthal ein Positionspapier, in dem die Kooperation in den nächsten Jahren bestätigt wird. Für die Jahre 2027 bis 2032 wurden drei neue Handlungsfelder definiert: „Talente und Karrieren“, „Digitale Technologien für Wissenschaft und Gesellschaft“ und „Innovation aus gemeinsamer Forschung“.
KI und Quantentechnologie
Mit „Talente und Karrieren“ sollen duale Studiengänge, Promotionsaktivitäten und Karrierewege zwischen HAW Hamburg und DESY ausgebaut werden. Dadurch sollen langfristig qualifizierte Fachkräfte an die Region gebunden werden. „Digitale Technologien für Wissenschaft und Gesellschaft“ soll erreichen, dass Themen wie Datenwissenschaft, Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie gesellschaftliche Anwendungen finden.
Das dritte Handlungsfeld „Innovation aus gemeinsamer Forschung“ soll Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene fördern. Außerdem wollen die Wissenschaftler*innen durch die neue Röntgenlichtquelle Petra IV am DESY Innovation und Forschung voranbringen.
Podcasts zu Petra IV und Dunkler Materie
Das Ziel von KAI ist es, Wissenschaft und Industrie zusammenzubringen und neue Talente zu fördern. Seit 2021 konnten durch die Kooperation mehrere Projekte in den Bereichen Data Science, Material- und Lebenswissenschaften umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise verbesserter UV-Schutz für Textilien und 3D-, Virtual-Reality- und Mixed-Reality-Anwendungen.

Auch im Studiengang Digitale Kommunikation der HAW Hamburg, innerhalb dessen auch FINK.HAMBURG veröffentlicht wird, sind einige Projekte entstanden. Der Podcast “Röntgenblick”, eine Dokumentation über das Forschungsprojekt Baby-IAXO, wurde von Studierenden produziert. Das Forschungsprojekt behandelt Fragen wie: Was ist Dunkle Materie? Könnten winzige, bisher unentdeckte Teilchen dabei helfen, dies zu erklären? Mit Baby-IAXO, Dunkler Materie und hellen Köpfen beschäftigt sich auch der Podcast “Licht durch die Wand”. Beide Podcasts, die im Rahmen von Studierendenprojekten entstanden sind, wurden mit dem Karl H. Ditze-Preis der HAW Hamburg ausgezeichnet.
Alle KAI-Projekte werden unterstützt durch das KAI Seed Money-Programm, ein Instrument zur Anschubfinanzierung, mit dem jedes Jahr mehrere Forschungsprojekte gefördert werden. In Zukunft wollen DESY und HAW Hamburg weitere Unterstützer*innen für die Finanzierung gewinnen.
mia
Mia Wietkamp, Jahrgang 2001, hat gerne einen Plan. Dass sie nach dem Abitur nach Kanada wollte, war zum Beispiel geplant, dass sie dort ohne Vorerfahrung Kindern das Bogenschießen beibringen sollte, aber nicht. Zum Glück konnten das manche der Kinder ohnehin besser als sie. Mia hat es schon mit Lehramt, Schauspielerei und Theologie probiert, ihren Bachelor machte sie schließlich in Medien- und Kommunikationswissenschaft. Beim Campusradio in Bonn entdeckte Mia ihre Leidenschaft für den Journalismus - am meisten aber fürs Moderieren, gelegentlich auch mal vor 7000 Leuten. Wenn sie nicht gerade in einen Roman über Hexen vertieft ist, findet man Mia am Sonntag in der Kirche.
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