Der Leuchtturm in Blankenese vor einem blauen Himmel mit weißen Wolken.
Der Strand von Blankenese wird künftig auch mit der Fähre erreichbar sein. Foto: Laura Lagershausen

Seit Karfreitag verkehrt fünf Mal täglich eine Fähre zwischen den Landungsbrücken und Blankenese. Hamburger Initiativen hatten mehrere Jahre dafür gekämpft.

Ab Karfreitag können Besucher und Pendler ganzjährig fünf Mal täglich übers Wasser vom Hamburger Hafen nach Blankenese fahren. Auch der Anleger Teufelsbrück soll angelaufen werden.

Hamburger Initiativen hatten sich schon lange für eine Fährverbindung eingesetzt. Die städtische Fährgesellschaft Hadag hatte deren Wirtschaftlichkeit aber mehrmals angezweifelt. Ein Bündnis bestehend aus verschiedenen Vereinen, Gastronomen, Politikern und prominenten Unterstützern hat nun die privat betriebene Förde Reederei Seetouristik (FRS) überzeugt, das Projekt umzusetzen. Die Reederei habe den Markt und das Potenzial im Vorfeld analysiert und glaube an das Projekt, sagte Geschäftsführerin Birte Dettmers dem „Hamburger Abendblatt“. „Blankenese ist auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und wird Besucher anziehen“, so Dettmers weiter. Die FRS rechnet erst einmal mit bis zu 100.000 Passagieren pro Jahr.

Doch das Vorhaben bringt auch Hürden mit sich: Laut der Hafenverwaltung HPA müssen sich gelegentlich fahrende Fährschiffe an den Landungsbrücken die knappen Liegeplätze zwischen Brücke 7 und 10 teilen. Die „Kleine Freiheit“ wird also keinen festen Anlegeplatz im Hamburger Hafen bekommen. Als Konsequenz muss sich die Reederei monatlich Genehmigungen für die Abfahrtszeiten der neuen Elbverbindung einholen. Die bis zu 250 Passagiere pro Fahrt müssen sich womöglich auf wechselnde Abfahrtsorte einstellen.

Birte Dettmers zeigt sich trotzdem positiv: „Die Hauptsache ist, dass wir ein Schiff der FRS auf der Elbe einsetzen können.“ Die Zuversicht gründet womöglich auch auf den Bemühungen seitens der Altonaer Bezirkspolitik, die Initiative der FRS zu unterstützen. So haben die Sozialdemokraten die HPA in einem dringlichen Antrag zur Bezirksvesammlung am 30. März dazu aufgefordert, schifffahrts- und hafentechnische Unterstützung zu leisten.

Eine Rundreise von den Landungsbrücken bis zu den Elbvororten und zurück wird die Passagiere 18 Euro kosten, für Pendler sind Zeitkarten geplant. Am ersten Aprilwochenende wurde die Fähre „Kleine Freiheit“ aus Rügen für die neue Verbindung in den Hamburger Hafen überführt.

sam

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Der perfekte Platz für einen Sonnenaufgang? Das ist für Sarah Kneipp, Jahrgang 1995, eine 140 Meter hohe Windkraftanlage, die sie natürlich selbst hinaufgeklettert ist. Auf Berge steigt sie aber auch gern. Außerdem könnte sie einem - als Unternehmen, aber bestimmt auch privat - selbst mitten in der Nacht ohne Probleme aus der Patsche helfen. Denn schnelle und richtige Entscheidungen treffen, das hat Sarah in der professionellen Beschäftigung mit Krisenkommunikation in den PR-Abteilungen mehrerer Unternehmen gelernt – darunter ein Hersteller von Windkraftanlagen. Wegen Benni, ihrem griechischen Straßenhund, ist sie seit einiger Zeit überdurchschnittlich viel vor der Tür und testet nebenbei das ein oder andere Sushi-Restaurant in Hamburg.