Linie U3 Verschrottung
Noch fahren die DT3-Züge durch Hamburg. Foto: Catalina Langer

50 Jahre gehörten sie zum Hamburger Stadtbild, jetzt werden die DT3-Züge der Hamburger Hochbahn nach und nach verschrottet. Die „Silberlinge“ fuhren bisher auf der Linie U3 und treten nun ihre letzte Reise nach Lübeck an.

Stetig wachsende Fahrgastzahlen, veränderte Bedürfnisse der Reisenden und technische Verschleißerscheinungen ­– die Hochbahn muss sich modernisieren und mustert den Großteil von ursprünglich rund 60 DT3-Zügen aus. Die alten „Doppeltriebwagen 3“ werden nun nach und nach verschrottet. Gleichzeitig kommen neue DT5-Züge auf die Gleise. Mehr als 50 sind aktuell schon in Hamburg unterwegs, bis 2021 sollen sie die alten Züge komplett ersetzen. Einige wenige DT3-Modelle werden jedoch für langfristige Reserven oder den Einsatz bei Großveranstaltungen aufgearbeitet.

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Verschrottung der DT3-Züge − Was sagen die Hamburger dazu?

FINK.HAMBURG hat sich auf der Strecke der Linie U3 umgehört und Hamburger gefragt, was sie von der Verschrottung der DT3-Züge halten.

Tordis Deiseemann (52): Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Aber eigentlich ist es schade! Auf der anderen Seite denke ich, dass es auch ganz nett ist, wenn die Bahnen neu sind. Die haben bessere Sitzplätze und wenn die alten Teile wiederverwertet würden, dann finde ich die Modernisierung nicht schlecht.

Margret Havenstein (73): Ich habe davon gelesen, die neuen Wagen sind toll. Alles erneuert sich eben irgendwann. Ich wohne jetzt seit über 30 Jahren hier und es kommt immer wieder etwas Neues. Irgendwann wird daraus vielleicht ein Nostalgiezug und den könnte man dann ja auch wieder fahren.

Verschrottung DT3-Züge Hamburg
Die „Silberlinge“ fahren vom Hamburger Hauptbahnhof einmal um die Alster. Foto: Laura Lagershausen

Maya Walter (34): Ich finde es schade, die sehen so schön aus. Ich bin sehr für Nachhaltigkeit und mag es wenn alte Dinge erhalten bleiben.

Karoll Tkotz (36): Das finde ich nicht gut! Die sollten lieber das Geld für die alten Wagen nehmen und die ein wenig aufpäppeln.

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Ralf Möhler (43): Das habe ich gelesen und mir gedacht, dass es bestimmt Leute gibt, die die behalten möchten. So Sammler, die da Bock drauf haben. Ich persönlich verbinde mit den alten Bahnen nichts Nostalgisches, außer vielleicht das Schnaufen der Türen. Das ist schön.

Edda Cekinmez (50): Ich finde das schade. Ich mag die alten U-Bahnen. Ich werde sie vermissen.

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Bei gutem Wetter findet man Laura Lagershausen, Jahrgang 1990, in einem Tretboot auf der Alster, bei schlechtem in einem gemütlichen Café im Eppendorfer Weg. Die studierte Modejournalistin schreibt als freie Redakteurin unter anderem für Kundenmagazine bekannter Modemarken, auf ihrem eigenen Blog stellt sie die Hotspots der Hansestadt vor. Was ihr an Hamburg fehlt? Eine so lebendige Hiphop-Tanzszene wie die ihrer Geburtsstadt Hannover - dort war sie früher als Profi aktiv.
Lisa-Marie Eichhorn, Jahrgang 1989, schläft besonders gut ein, wenn auf dem Bildschirm „Ultimate Fighting“ läuft. Sie kommt aus der Nähe von Stuttgart und interessiert sich für eine Vielzahl von Themen, von Deutschrap bis Stadtpolitik. Studiert hat sie an der Universität Hamburg, und zwar Deutsche Sprache und Literatur mit dem Schwerpunkt Medien und Theater. Sie hat schon für Medien von „Bild“ bis „Tagesschau“ gearbeitet. Damit finanziert sie das, was sie am liebsten ständig macht: ausgedehnte Reisen.