Der HVV testet ab November 2017 einen Rufbus-Service. Foto: Ingolf_flickr_cc by-sa 2.0
Der HVV testet ab November 2017 einen Rufbus-Service. Foto: Ingolf_flickr_cc by-sa 2.0

HVV-Kunden sollen in Zukunft Kleinbusse unabhängig vom Fahrplan online ordern können. Der Verkehrsbund möchte das Konzept ab November in drei Stadtteilen Hamburgs testen.

Um schlecht erschlossene Stadtgebiete besser abzudecken, plant der Hamburger Verkehrsbund (HVV) einen Rufservice für Busse. Im Gewerbegebiet Billbrook, Lauenburg und im Hamburger Hafen sollen sie ab Ende des Jahres 2017 die Anbindung zur S-Bahn verbessern. Das Angebot richtet sich vor allem an Arbeitnehmer, die mit den Bussen von den Haltestellen zum Betrieb gelangen können. In den Testgebieten gibt es zwar bereits Buslinien, doch sind diese außerhalb der Stoßzeiten gering frequentiert.

Kunden sollen über eine Plattform nach Bedarf einen Bus bestellen können. Dieser bringt sie dann auf einer festgelegten Route zur gewünschten Haltestelle. Der Verkehrsverbund möchte nach eigenen Angaben mit dem neuen Service den Hamburger Taxiunternehmen keine Konkurrenz machen, sondern lediglich sein Angebot in schlechter ausgebauten Bereichen ergänzen.

Wann und ob das Konzept auf andere Gebiete ausgeweitet werden soll, ist bisher noch nicht klar. Das Projekt ist Teil einer neuen Digitalisierungsstrategie des HVV und wird vom Bundesverkehrsministerium mit Fördergeldern unterstützt.

Ticketpreise steigen trotz Rekordeinnahmen

Der Hamburger Verkehrsverbund verzeichnete für das Jahr 2016 einen Rekord bei den Fahrgeldeinnahmen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf 825,5 Millionen Euro. Der Zuwachs geht vor allem auf einen Anstieg der Einwohner und Fahrgäste zurück. Trotz der Rekordeinnahmen beabsichtigt der HVV die Ticketpreise in 2018 erneut anzuheben.

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Joachim Plingen, Jahrgang 1990, hat schon einmal in „Carmen“ an der Düsseldorfer Oper gesungen – im Chor. Später studierte er an der Sporthochschule Köln Sportmanagement. Nach dem Bachelor arbeitete er in Leipzig beim Radiosender Detektor.fm. In Quebec jobbte er als Kellner und als Sprachlehrer, um damit eine Motorradtour durch Vietnam zu finanzieren. Der gebürtige Bonner wohnt in St. Georg, spielt Schlagzeug und legt Platten auf. Auf eine bestimmte Musikrichtung möchte er sich dabei nicht beschränken, nur Schlager, Black Metal, Trash-Pop und Dubstep mag er nicht. Joachim spielt Fußball, zuletzt bei Blau-Weiß Leipzig, und ist Fan von Bayer Leverkusen. Manchmal steht er auch als Schauspieler für Kurzfilme vor der Kamera.