Pressefoto World Press Photo Awards
Eine Frau hält ihren verletzten Neffen im Arm. Ihre Nichte wurde bei einer Bombenexplosion in Kabul getötet.

Hamburg ist drei Wochen lang Heimat der World Press Photo Awards. Im Verlagshaus Gruner+Jahr sind bis Ende Mai die besten Fotografien von 45 Journalisten aus 25 Ländern ausgestellt. Der Fotograf des Siegerfotos findet sein eigenes Bild „hässlich“.

Eine weinende Frau hält ihren verletzten Neffen im Arm, verzweifelte Menschen sind auf der Flucht, eine Meeresschildkröte schwimmt gefangen in einem Fischernetz. Diese Fotos gehören zu den Gewinnern des diesjährigen World Press Photo Awards.

Umstrittenes Pressefoto gewinnt

Die Fotografien von 45 Journalisten aus 25 Ländern sind bis zum 25. Mai im Verlagshaus Gruner+Jahr ausgestellt. Darunter ist auch das Pressefoto des Jahres. „Ein Attentat in der Türkei“ zeigt den Attentäter Mevlüt Mert Altıntaş Sekunden nach dem tödlichen Schuss auf den russischen Botschafter im Dezember 2016 in Ankara. Die Jury des Preises lobt das Bild für seine Ausdrucksstärke, Kritiker halten es für islamistische Propaganda. Der Fotograf des Siegerbildes, Burhan Ozbilici, sagte dem NDR: „Ich mag das Bild nicht. Es ist zwar ein historisches Bild, aber nicht schön. Es ist ein hässliches Bild. Es zeigt den Mord eines Menschen.“

Die World Press Photo Awards finden 2017 zum 60. Mal statt. Sie gelten als wichtigster Wettbewerb für Fotojournalisten. Die Ausstellung im Verlagshaus Gruner+Jahr zeigt alle preisgekrönten Arbeiten täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr. Die Ausstellung gehört zu unseren 7 Alternativen zum Hafengeburtstag.

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