In Hamburg sagt man "Tschüss": Partypolizei aus Berlin muss gehen. Foto: Martin Tege, Emojiart: Lesley-Ann Jahn

Eklat vor dem G20-Gipfel: Drei Berliner Einsatzhundertschaften sind von der Hamburger Polizei aus der Stadt verwiesen worden. Der Grund hierfür sei „ungebührliches Verhalten“.

Laut Recherchen der „B.Z.“ sind Polizisten aus der Hauptstadt, die vor dem G20-Gipfel in Hamburg im Einsatz waren, vorzeitig zurück geschickt worden. Die drei Hundertschaften waren seit Sonntag in einem Containerdorf in Bad Segeberg untergebracht.

Hier sollen die Polizisten eine lautstarke Party gefeiert haben. Wachschützer hätten beobachtet, wie ein Polizisten-Pärchen Sex an einem Zaun hatte. Mehrere Beamte sollen zudem draußen in einer Reihe uriniert haben – eine weitere Beamtin soll nur in einem Bademantel bekleidet mit einer Waffe in der Hand auf einem Tisch getanzt haben.

Die Berliner Polizei veröffentlichte auf Twitter am Dienstagvormittag ein erstes Statement zu den Vorkommnissen.

Berliner Polizisten haben sich gelangweilt

Die „B.Z.“ berichtet, dass die betroffenen Einsatzhundertschaften ihr Fehlverhalten dadurch entschuldigten, dass es „keine Fernseher, kein Freizeitangebot“ gegeben habe. Man habe zwischen den Einsätzen „aufeinander gehockt“ und sich „gelangweilt“. Auf Nachfrage von FINK.Hamburg erklärte eine Pressesprecherin der Berliner Polizei, dass nun durch Befragungen herausgefunden werden soll, was genau vor Ort passiert ist und welche Kollegen beteiligt waren.

Nach „B.Z.“-Informationen habe sich der Hamburger Polizeiführer Hartmut Dudde aus der  gemeinsamen Zeit beim Castor-Einsatz in Gorleben erinnern können, wie exzessiv die Berliner außerhalb des Dienstes „feiern“. Deshalb sei für die Kollegen aus Berlin offenbar bewusst das ehemalige Asylbewerberheim als Unterkunft ausgesucht worden. Der Ordnerdienst sollte zudem Verstöße dokumentieren.

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