Rote Flora im Schanzenviertel. Foto: Christian Charisius/dpa

Was passiert mit der Roten Flora? Ein Unternehmer fordert nach den G20-Protesten in der Schanze, dass das besetzte Gebäude ein Kindergarten werden soll. Die Petition hat er mittlerweile zurückgezogen.  

Ein Hamburger Unternehmer möchte aus dem linken Treffpunkt Rote Flora im Schanzenviertel einen Kindergarten machen. Der G20-Gipfel habe bewiesen, dass es sich bei dem 1889 als Theater eröffneten Treffpunkt um „eine linksextreme Keimzelle zur Vorbereitung und Durchführung schwerster Straftaten“ handele, so der Initiator Alexander Tebbe.

Das Gebäude sei zu schön, um es abzureißen, außerdem gehöre es für viele Hamburger zur Stadt dazu. Deshalb fordert Tebbe den Aufbau eines öffentlichen Kindergartens oder einer Grundschule. Am Dienstag um kurz nach elf Uhr gab es schon 3924 Unterstützer der Petition, die erst am Montagmittag startete.

Das ehemalige Theater Rote Flora ist seit 1989 von linken Aktivisten besetzt. Die Stadt Hamburg setzte sich in der Vergangenheit für den Erhalt der Flora und ihres Status ein, weil die Einrichtung als Stadtteilzentrum wichtig sei. Einige der ausgearteten Anti-G20-Demonstrationen am Wochenende waren von Flora-Aktivisten angemeldet worden.

dpa/tal

Aktualisierung 11.07., 12:28 Uhr: Der Initiator Alexander Tebbe hat die Petition aus persönlichen Gründen zurückgezogen.

2 KOMMENTARE

  1. Der Initiator Alexander Tebbe hat die Petition aus „persönlichen“ Gründen zurückgezogen.

    Vor den Augen der Öffentlichkeit!
    Wo bleibt der Aufschrei in den Medien?

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