Katja Benrath gewinnt Studenten-Oscar
Die deutsche Regisseurin Katja Benrath wird in Los Angelas für den Film "Watu Wote - All of Us" mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet. Foto: Christophe Gateau/dpa

Katja Benrath von der Hamburg Media School und ein Baden-Württemberger werden heute in Los Angeles mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 17 Gewinner. 

Die 17 Gewinner der Studenten-Oscars stehen bereits seit Wochen fest, die genaue Platzierung jedoch nicht. Auch zwei deutsche Nachwuchsregietalente werden heute in Los Angeles ausgezeichnet: Katja Benrath, Studentin der Hamburg Media School für ihren Film „Watu Wote – All of Us“ und Johannes Preuss von der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg für seinen Beitrag „Galamsey“.

„Das sind alles tolle Filme und jeder gewinnt quasi, daher spielt Gold keine so große Rolle“, sagt Preisträgerin Benrath über die Auszeichnung. Die Regisseurin hat in Kenia mit „Watu Wote – All of Us“ einen politisch brisanten Fall als halbstündigen Spielfilm inszeniert. Er handelt vom Terroranschlag auf einen Bus im Dezember 2015, bei dem eine Gruppe von Christen durch Muslime geschützt wurde. Die Menschlichkeit der Betroffenen hat sie sehr berührt, meint Benrath.

Johannes Preuss ist mit seiner investigativen Reportage über das Leben
illegaler Goldgräber in Ghana in der Sparte „Dokumentation“ als einziger Filmemacher nominiert und damit automatisch Gold-Gewinner. Katja Benrath hat in der Sparte „Internationaler Kurz-Spielfilm“ zwei Mitstreiter aus der Schweiz und den Niederlanden. Jeder nimmt eine Trophäe mit nach Hause, aber erst bei der heutigen Preisverleihung in Los Angeles verkündet die Academy, wer Gold, Silber und Bronze gewinnt.

Über die Studenten-Oscars

Mit den Studenten-Oscars ehrt die Oscar-Akademie in Beverly Hills seit 1972 ausländische Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA. Auch diesmal gibt es bei der Gala wieder ein Star-Aufgebot. Unter anderem helfen der britische Schauspieler Andy Serkis bekannt aus „Der Hobbit“ und „Planet der Affen“ sowie seine US-Kollegin Amber Tamblyn („Django Unchained“) bei der Vergabe der Trophäen.

ilu/dpa