Filmfest: Harry Dean Stanten in Lucky
Harry Dean Stanten in Lucky. Foto: Magnolia Pictures

Das Filmfest Hamburg startet am heutigen Donnerstag ins Jubiläumsjahr mit der Deutschlandpremiere von „Lucky“. In den nächsten Tagen dreht sich in Hamburg alles um nationale und internationale Spiel- und Dokumentarfilme.

Zum 25. Mal lädt das Filmfest Hamburg zur cineastischen Rundreise: 130 Produktionen aus 59 Ländern sind bis zum 14. Oktober zu sehen. Eröffnet wird das 10-tägige Publikumsfestival mit dem Drama „Lucky“ von John Carroll Lynch. Im Programm findet sich auch Ruben Östlunds schwedische Gesellschaftssatire „The Square“, die in Cannes die Goldene Palme gewann. Der Douglas Sirk Preis geht an den Regisseur, Autor und Fotografen Wim Wenders.

Das Filmfest Hamburg versteht sich auch als Bühne für Nischenproduktionen, die selten auf Festivals zu sehen sind. „Die zwei Hauptaufgaben sind, neue Regietalente zu entdecken und Filme zu zeigen, die den Weg in die deutschen Kinos sonst nicht finden“, so Festivalleiter Albert Wiederspiel. „Was nicht heißt, dass wir nicht gerne Vorpremieren von Verleihfilmen zeigen“.

In eigener Sache: FINK.HAMBURG berichtet live vom Publikumsfestival und bespricht an zehn Tagen viele der nationalen und internationalen Spiel- und Dokumentarfilme, die in Hamburg zu sehen sind. Außerdem sprechen wir mit Filmschaffenden aus aller Welt und beleuchten Hamburg als Filmstadt.

Dementsprechend viele Newcomer sind dieser Tage in Hamburg zu Gast: Insgesamt stehen 32 Debütfilme und 18 zweite Regiearbeiten auf dem Programm. Mit „Lucky“ gibt auch der US-amerikanische Schauspieler John Carroll Lynch sein Regiedebüt: Er ist ein Film über das Abschiednehmen und zugleich die letzte Rolle des kürzlich im Alter von 91 Jahren verstorbenen Darstellers Harry Dean Stanton.

In fünf Hamburger Kinos ist das Filmfestprogram zu sehen, unterteilt in elf Sektionen – von „Asia Express“ für Neues aus Fernost über „Veto“ für politisches Kino bis hin zu „Freihafen“ für europäische Kino-Koproduktionen. Insgesamt werden zehn Auszeichnungen verliehen: Der Douglas Sirk Preis geht an den Regisseur, Autor und Fotografen Wim Wenders anlässlich der Deutschlandpremiere seines neuen Films „Submergence“. Abschlussfilm ist der diesjährige Cannes-Gewinner „The Square“, in dem Claes Bang den smarten Kurator einen Stockholmer Museums spielt.

Filmfest für Kids

Am Tag nach der Eröffnung beginnt auch das Kinder- und Jugendfilmfest Michel mit seiner 15. Ausgabe. Das Kinder- und Jugendfilmfest richtet sich an die jungen Besucher. Das Konzept: Fast alle Filme werden in Originalsprache gezeigt und live im Kinosaal auf Deutsch eingesprochen. „In Zeiten von YouTube und Streamingportalen wollen wir den Kindern und Jugendlichen zeigen, welche Filmerlebnisse ein Kinobesuch ermöglichen kann“, so Samuel Feuerstein, Festivalleiter vom Michel.

mam/dpa