Hamburger auf Platz 2 im diesjährigen Glücksatlas. (Symbolbild) Foto: Unsplash/Jade Masri

Gute Wohnsituation, hohes Haushaltseinkommen: Hamburg holt auf und landet in puncto Lebenszufriedenheit im Glücksatlas 2017 auf dem zweiten Platz – knapp hinter Schleswig-Holstein.

Hamburg rückt auf den zweiten Platz der deutschlandweiten Glücks-Studie vor. Dabei liegt die Hansestadt im Gesamtranking des Glücksatlas nur knapp hinter dem Sieger Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland verteidigte den ersten Platz und verbesserte sein Ranking erneut. Hamburg teilt sich mit der Region Baden und einer Punktwertung von 7,28 den zweiten Platz und steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze.

Der Glücksatlas der Deutschen Post misst die Zufriedenheit der Einwohner an unterschiedlichen Indikatoren: Von der Arbeitslosenquote bis zum Anteil der Kaltmiete am Monatseinkommen. Außerdem werden eigene Berechnungen auf Basis des sozio-ökonomischen Panels durchgeführt.

„Es sich selbst und anderen gemütlich zu machen“

Am Zufriedensten sind die Hamburger mit ihrer Wohnung und der Freizeitgestaltung. Studien-Mitautor Bernd Raffelhüschen erklärt das Ergebnis mit der Mentalität im Norden: „Sowohl im Dänischen als auch im Plattdeutschen gibt es mehr Ausdrücke für Gemütlichkeit als im Hochdeutschen“, sagt der Finanzwissenschaftler. „Es ist ein Lebensgefühl, diese Fähigkeit, es sich selbst und anderen gemütlich zu machen.“

Auch mit anderen Lebensbereichen, wie der Arbeit oder dem Haushaltseinkommen, sind die Hamburger überdurchschnittlich zufrieden. Sie haben mit 23.862 Euro je Einwohner deutschlandweit das höchste verfügbare Einkommen, das geht es aus dem Glücksatlas 2017 hervor.

19 Prozent der Hamburger von Armut bedroht

Jedoch sind auch in keiner Region Deutschlands die Einkommensverhältnisse so unterschiedlich. 19 Prozent der Hamburger verdienen weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Sie gelten damit, laut Glücksatlas, als von Armut bedroht.

(dpa/lag)