Ein Iphone 7 mit der geöffneten App «Speicherstadt digital. Foto: Georg Wendt/dpa
Ein Iphone 7 mit der geöffneten App "Speicherstadt digital" Foto: Georg Wendt/dpa

Die Arbeit eines Hafenarbeiters vor 100 Jahren erlebbar machen: Das soll eine neue App, die von Studierenden der HAW Hamburg entwickelt wurde, möglich machen. Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille soll die Speicherstadt nun auch digital begehbar sein. 

Am vergangenen Donnerstag wurde die neue App „Speicherstadt digital“ vorgestellt. „Die App erlaubt jedem vertiefende Einblicke in die Geschichte und zeigt am Beispiel des größten zusammenhängenden Speicherensembles der Welt, wie die Verbindung von Kultur und Medien gelingen kann“, sagt Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

Matthias Kuhr, wissenschaftlicher Mitarbeiter im VR-Labor der HAW Hamburg, war maßgeblich an der Entwicklung der Anwendung beteiligt. Mittels Virtual Reality wurde die Speicherstadt digital begehbar gemacht: „Man kann sozusagen in die Geschichte der Hafenarbeiter vor 100 Jahren eintauchen. Wenn in 200 Jahren jemand auf die Idee kommt, der Gesellschaft zu zeigen, wie wir heute arbeiteten, kann er dies durch die 3D-Modelle deutlich schneller umsetzen.“

Darüber hinaus soll die App anhand von historischen Fotos, Hintergrundinformationen und Hörspielen die Speicherstadt erlebbar machen. So wird beispielsweise die Schlusssteinlegung durch Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1888 oder der Arbeitsalltag der Schauerleute lebendig nachgestellt.

Bis zum 31. März 2018 liegen im Foyer des Dialoghauses in der Speicherstadt einige Virtual-Reality-Geräte bereit, die zum Testen genutzt werden können. Die App „Speicherstadt digital“ kann kostenlos in allen App-Stores heruntergeladen werden.

Flächendeckendes, kostenfreies WLAN

Für das neue Projekt wurde von der Stadt Hamburg gemeinsam mit dem Anbieter wilhelm.tel in der Speicherstadt flächendeckendes WLAN-Netz ermöglicht. Die Nutzung des „MobyKlick“-Netzes (mehr dazu hier) ist kostenfrei. So kann jeder mittels Augmented Reality (computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung) den direkten Vergleich zwischen heute und damals ziehen.

tal/dpa

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Talika Öztürk, Jahrgang 1995, hasst nichts mehr als Käse, außer Rassismus - und der ist ja auch Käse. Snapchat steht bei der Berlinerin irgendwo kurz vor gutem Essen und Trinken. Sie liebt (viele!) Sneaker, gute Laune und Lakritz. Den Bachelor in Publizistik und Politik im Gepäck, sammelte Talika berufliche Erfahrung in einer Werbeagentur und im Theater. Ansonsten setzt die Älteste von drei Schwestern ihre journalistischen Schwerpunkte in den Bereichen Kultur und Politik. Die ersten vier Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Istanbul, aber ihr Türkisch ist etwas eingerostet.
Robert Bauguitte, Jahrgang 1988, liebt den Ruhrpott, vertraut aber kulinarisch auf seine französischhugenottische Herkunft. Am liebsten kocht er „Coq au vin“ oder backt Flammkuchen. Sonst trifft man ihn oft im Fußballstadion, wo er für die Sportzeitung „Reviersport“ als freier Mitarbeiter gearbeitet hat. Er ist in Duisburg geboren, dennoch brennt Roberts Herz für den Verein Wattenscheid 09 (aus Bochum). In Hamburg trifft man ihn häufig bei St.-Pauli-Spielen an, zu denen er schon während seines MeWi-Studiums sogar aus Siegen angereist ist. Neben dem Sport interessiert er sich vor allem für Kultur, die Elbphilharmonie begeistert ihn besonders.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Frau Oeztuerk,

    das ist nicht richtig. Die HAW hat nicht die AR-App gemacht sondern die Virtual Reality Applikation, die im Dialoghaus (Alter Wandrahm 4) seit gestern ausgestellt wird.

    Ein Video zu unserem Beitrag verbirgt sich unter https://www.speicherstadt-digital.de/. Ich kann jedem nur empfehlen die Ausstellung zu besuchen, da ein Video eine VR-Applikation nicht ansatzweise transportieren kann.

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