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Es ist ein gefährlicher Trend, der gerade auf Social Media die Runde macht: Teenager filmen sich dabei, wie sie Waschmittelkapseln essen. Die Betreiber reagieren und entfernen die Videos.

Tide Pods sind Waschmittelkapseln, die sich beim Waschen in der Waschmaschine selbstständig auflösen. Sie enthalten hochkonzentriertes Reinigungsmittel in bunten Farben. Von außen sehen sie fast aus wie Süßigkeiten.

Es klingt wie ein Eltern-Alptraum: Junge Menschen stecken sich Waschmittel in den Mund. Doch sie schlucken es nicht aus Versehen, sondern um bei der neusten Social-Media-Challenge mitzumachen. Die „Tide-Pod-Challenge“ ist eine Mutprobe, bei der man in eine der Kapseln beißen und das Waschmittel schlucken muss. Das Beweisvideo teilen sie auf einem Social-Media-Kanal mit der Community.

Es fing als ein Scherz an, doch immer mehr Menschen, meist Jugendliche, machen mit.

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Kann die Tide-Pod-Challenge auf Youtube gestopt werden? Foto: Screenshot Youtube.

Facebook und Youtube reagieren

Was wie ein Scherz anfing, ist auf Social Media außer Kontrolle geraten. Immer mehr Menschen, meist Jugendliche, machen mit. Die Plattformenbetreiber Facebook und Youtube haben bereits reagiert und Videos entfernt, um so der Verbreitung der Challenge entgegen zu treten, berichtet BBC. Laut Google, dem das Netzwerk Youtube gehört, verstößen diese Videos gegen die allgemeinen Nutzungsbedingungen, da sie Inhalt enthalten, der zu Körperverletzung aufruft.

Auch die Marke Tide, die zum Procter&Gamble Konzern gehört, warnt davor, das Waschmittel zu verzehren. In einem Online-Video zeigt der American-Football-Star Rob Gronkowski „Gronk“, wie die Pods sachgemäß verwendet werden sollten.

Schnelle Hilfe in Vergiftungsfällen und Vergiftungsverdachtsfällen gibt es über das Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord).
Notruf: +49-551-19 24 0

GIZ Nord
Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität
Robert-Koch-Str. 40

37075 Göttingen

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Agata Strausa, Jahrgang 1989, ist gebürtige Lettin, Spitzensportlerin und denkt dreisprachig: Deutsch, Englisch und Lettisch. Täglich läuft sie im Stadtpark oder um die Alster und kommt schnell mal auf 100 Kilometer in der Woche. Sie ist über die 5000 Meter die schnellste aller Lettinnen und hat schon in diversen Disziplinen an Europameisterschaften teilgenommen. In Florida hat Agata ihren Bachelor in Kunstgeschichte und BWL gemacht. Zurück in Hamburg entdeckte sie als Social-Media-Managerin in der Sportbranche die Freude an der Kommunikation. Außerdem gefällt ihr minimalistisches Design. Visuelle Ästhetik spielt selbst dann eine große Rolle, wenn sie To-do-Listen schreibt.