Starker Wind, gekenterte Boote und ein Gewinner, der außer Konkurrenz teilnahm: Der Alstercup der Hamburger Hochschulen und Universitäten war turbulent. Das Team der HAW segelte auf den dritten Platz.

Am Segelsteg der Uni Hamburg versammelten sich am vergangenen Freitag zehn Teams der Hamburger Hochschulen und Universitäten, um am Präsidiumscup teilzunehmen. Die Wettkampfleitung loste vor der Regatta aus, welches Team in welchem Boot segelt. So hatten alle die gleiche Chance. Nach den Gruppenfotos aller Teilnehmer stellte Philipp Hatje vom Hochschulsport die Teams vor. Nach einer kurzen Besprechung des Startablaufs und Fahrkurses begaben sich alle Teilnehmer und Zuschauer zum benachbarten Anleger.

Grauer Himmel und starker Wind: Perfektes Segelwetter

Für die HAW ging ein gemischtes Team aus Studierenden und Lehrenden an den Start. Malte Nogalski und Lina Bartel, die bereits im vergangenen Jahr an der Regatta teilnahmen, segelten die erste von insgesamt fünf Runden. Die Stimmung am Anleger war gut und die Teams feuerten sich gegenseitig an. Nur der immer stärker werdende Wind machte allen zu schaffen. Beim ersten Wechsel passierte dann das erste Missgeschick: Das Boot der Hochschule für Musik und Theater kenterte. Ein Segler landete in voller Montur im Wasser. Passiert ist glücklicherweise keinem was, allerdings schied das Boot damit nach der ersten Runde aus.

Das gekenterte Boot der HFMK. Foto: Nadine von Piechowski
Für einige Segelteams war der Wind zu stark. Foto: Nadine von Piechowski

Spannendes Rennen um Platz Zwei

Zwei weitere Boote mussten das Rennen ebenfalls frühzeitig beenden. Die beiden Boote kippten um, obwohl die Organisatoren die kleineren Sturmsegel benutzt hatten. Nach gut einer Stunde segelte das Team der TU als erstes ins Ziel, das aber ohne einen Präsidiumsvertreter antrat und daher außer Konkurrenz segelte. Knapp dahinter landeten die Segler der Hochschule für bildende Künste, die damit als offizielle Gewinner des Wettbewerbs geführt werden. Die HAW und die Universität Hamburg lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes Rennen um den zweiten Platz. In der letzten Runde überholte die Uni Hamburg das Boot der HAW und wurde mit einer halben Bootslänge Vorsprung Zweiter. Das Segel-Team um HAW-Vizepräsident Thomas Netzel freute sich dennoch über den dritten Platz.

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Nadine von Piechowski, Jahrgang 1992, studiert in dem Gebäude, in dem sie geboren wurde: die Finkenau 35, früher eine Geburtsklinik, heute die HAW Hamburg. Bislang hat sie nur nördlich der Elbe gelebt: In Kiel und Kopenhagen studierte sie Geschichte und Archäologie. Nadines ursprünglicher Plan: ein weiblicher Indiana Jones werden. Hut und Peitsche hat sie als Ausrüstung zum Abschluss schon geschenkt bekommen. Trotzdem will sie lieber in den Journalismus. Nadine absolvierte diverse Praktika, etwa in der Pressestelle des Bundes für Natur und Umweltschutz und bei „Radio Hamburg“ in der Redaktion. Beim Helms-Museum in Harburg lektorierte sie einen Ausstellungskatalog. Sie schreibt unter anderem für den Blog „Typisch Hamburch“. In ihrer Freizeit spielt sie Handball und versucht, mit ihrem bienenfreundlichen Balkon die Welt zu retten. Kürzel: nvp
Ted Koob, Jahrgang 1991, ist ein Kind Europas: Mit acht Jahren nahm der Luxemburger am Gesangswettbewerb „Zecchino d’Oro“ im italienischen TV teil. Außerdem spricht er luxemburgisch, deutsch, französisch, englisch und italienisch und hat in Belgien Musik studiert. Ted ist nicht nur ein Sprach-, sondern auch ein musikalisches Talent (Geige, Schlagzeug, Klavier). Deswegen arbeitete er nach dem Studium zunächst als Musiklehrer, entdeckte dann aber den Journalismus für sich. Ein zweites Bachelorstudium in Journalistik sowie Praxiserfahrung beim „Luxemburger Tageblatt“, dem ZDF und „11 Freunde“ bestärkten ihn im Berufswunsch. Nach der Arbeit lässt er den Tag gerne auf dem Rasen ausklingen und kickt in einer Hobby-Mannschaft. tek