Eisheilige, tieffliegende Schwalben, große Kartoffeln: Es gibt viele Bauernregeln. Eine hat mit einem Nager zu tun – und dann wieder doch nicht. Das steckt hinter dem Siebenschläfer-Tag.

Bauernregeln wie der Siebenschläfer sind in profanem Versmaß verfasst, manchmal wissenschaftlich belegbar und behandeln oft das Wetter und dessen Folgen für die Landwirtschaft. Ein Beispiel: Dass es bald regnet, wenn Schwalben tief fliegen, ist kein Mythos. Bei niedrigem Luftdruck finden sie so mehr Nahrung – denn Insekten tummeln sich dann in Bodennähe. Niedriger Luftdruck hängt mit Regenwetter zusammen.

„Das Wetter am Siebenschläfer-tag noch sieben Wochen bleiben mag“

Die Bauernregel

Die sieben Schläfer von Ephesus

Mit dem gleichnamigen Nager hat der Siebenschläfer-Tag übrigens nichts zu tun. Er ist nach der Legende der „Sieben Schläfer von Ephesus“ benannt. Die Geschichte handelt von sieben jungen Männern, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Nachdem sie in ihrem Versteck aufgespürt wurden, mauerten ihre Verfolger sie dort ein. Der Legende nach wurden sie mehrere Jahrhunderte später von einem Händler gefunden – und waren immer noch am Leben.

Das Wetterphänomen

Die Bauernregel beschreibt ein Wetterphänomen: Ein Starkwindband zieht, je nachdem ob es nach Norden oder Süden ausgerichtet ist, ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet nach sich und damit mehr Sonnenschein oder Regen. Wie dieses meteorologische Ereignis heißt und wie das Nagetier aussieht, das nichts mit diesem Tag zu tun hat, könnt ihr in folgendem Quiz testen.

Welches der folgenden Tiere ist ein Siebenschläfer?

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Carl Lukas Gebhard, geboren 1993, ist gebürtiger Hamburger, also fast – er kommt aus Harburg. Seinen Bachelor und Master hat er in Göttingen in Gender Studies gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro Northeim und Einbeck hat er mit Schülerinnen und Schülern Erklärvideos gedreht, zum Beispiel zu Transsexualität und Mobbing. Auch im Newsroom von FINK.HAMBURG setzt er sich für das Thema Gleichstellung ein. Seine Kühlschranktür ist voll mit Magneten aus der ganzen Welt. In Vietnam trank Lukas in sechs Stunden hundert Bier mit einheimischen Senioren – deren Sprache er danach auch etwas verstand. Ein Jahr jobbte er an der Rezeption der einzigen Jugendherberge in Sankt Moritz. Dreimal in der Woche ist er in Hamburg bouldern. Sein Ziel: krass werden. lg
Für Sophie Schreiber, Jahrgang 1994, beginnt ein gemütlicher Morgen nicht nur spät, sondern auch mit einem Frühstück im Bett. Auf Reisen sucht sie hingegen das Abenteuer: Nach dem Abitur durchquerte sie Australien und machte einen Roadtrip durch Deutschland. In Hamburg ist sie allerdings fest verwurzelt. Selbst während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg pendelte sie. Ihr Faible für das Schreiben entdeckte sie während eines Praktikums in der Hamburger Redaktion von „Kulturnews“. Dort sammelte Sophie erste Erfahrungen im Lokaljournalismus, führte Interviews und berichtete über Festivals. Ihr Wissen kann sie nun bei FINK.HAMBURG anwenden und vertiefen. Das Pendeln hat damit auch ein Ende und Sophie bleiben morgens ein paar Minuten länger unter der Bettdecke. Kürzel: sch