Hamburg hat heute seinen ersten Elektrobus in Empfang genommen. Foto: Hannah Wagner/dpa
Hamburg hat heute seinen ersten Elektrobus in Empfang genommen. Foto: Hannah Wagner/dpa

Die Hamburger Hochbahn hat ihren ersten serienreifen Elektrobus am Rathausmarkt vorgestellt. Bis 2030 sollen nur noch Elektrobusse auf Hamburgs Straßen unterwegs sein. 

Hamburgs Nahverkehr soll sauberer werden. Dazu hat die Hochbahn am Donnerstag den ersten serienmäßig vollelektrischen Stadtbus des Fahrzeugsherstellers Mercedes-Benz in Empfang genommen. Der E-Bus des Typs eCitaro soll Anfang Dezember den regulären Liniendienst aufnehmen.

Die Hochbahn will ihre gesamte Flotte in den nächsten Jahre durch Elektrofahrzeuge umrüsten. „Damit setzen wir Standards und geben der Industrie Anreize, innovative und alltagstaugliche Fahrzeuge zu produzieren“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bei der Vorstellung.

Für die nächsten beiden Jahre hat die Stadt insgesamt 30 Fahrzeuge bestellt, davon 20 vom Modell eCitaro und zehn Modelle vom Typ Urbino nE12 der polnischen Firma Solaris.

Die erste serienmäßige Flotte hat eine Reichweite von 150 Kilometern und bietet Platz für 70 Personen, darunter 25 Sitzplätze. Anfang 2020 sollen nochmals 30 E-Busse ausgeliefert werden, welche dann eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Die Hochbahn möchte bis zum Jahr 2030 ihre gesamte Flotte von 1000 Bussen mit Elektrizität beitreiben. Dafür wird bis zum Herbst 2019 ein neuer Betriebshof speziell für Elektrobusse errichtet. Die Kosten dafür: 70 Millionen Euro.

Die Hamburger CDU kritisiert die Vorstellung als reine PR-Show: „Bevor der Senat tönte, ab 2020 nur noch Elektrobusse zu bestellen, hatte man den städtischen Fuhrpark in den letzten Jahren noch schnell mit über 250 weiteren Dieselbussen ausgestattet“, sagte der Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Gamm.“ Außerdem bezeichnet Gamm das Vorgehen als Steuergeldverschwenung, wenn die alten Busse nicht bis in die 2030er-Jahre betrieben werden.

cb/dpa

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Christopher Bahl, Jahrgang 1992, hatte in seinem Praxissemester für den lokalen Fernsehsender „Hamburg1“ viele Promis und Politiker vor der Kamera. Olaf Scholz traf er wöchentlich, aber auch Jorge González, bekannt aus „Germany‘s Next Topmodel“, und Fußball-Legende Uwe Seeler. Der studierte Bibliotheks- und Informationsmanager entdeckte dabei die Arbeit mit der Kamera für sich. Als Komparse ist er außerdem öfter Teil von Kinofilmproduktionen – zuletzt als Junggeselle bei „Gipsy Queen“. Beim Fernsehjournalismus will der gebürtige Hamburger gerne bleiben und irgendwann mal alle Hauptstädte Europas bereist haben. Kürzel: cb