Gruppenbild der Preisträger des Wissenschaftspreis
Gruppenbild der Preisträger des Wissenschaftspreises 2018. Foto: Freie Hansestadt Bremen

Für ihr Projekt zur strahlungsfreien Darstellung des Blutflusses hat die Universität Hamburg den zweiten Platz bei dem Norddeutschen Wissenschaftspreis 2018 erhalten.

Die Universität Hamburg ist für ein Kooperationsprojekt mit der Universität Lübeck und der Technischen Universität Hamburg Harburg mit dem zweiten Platz des Norddeutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Die Unis erhalten ein Preisgeld von 75.000 Euro.

Dieses Jahr überzeugte einzig das Projekt „Multi-Meta-Omik: Neue Technologien für neue Herausforderungen der Norddeutschen Landwirtschaft im Klimawandel“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen die Jury mehr. Sie erhielten den mit 125.000 Euro dotierten ersten Platz.

Herausragende Forschung sichtbar machen

Seit 2012 verleihen die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie die Freien Hansestadt Bremen und die Freien und Hansestadt Hamburg den Norddeutschen Wissenschaftspreis. Geehrt werden länderübergreifende Projekte, die die norddeutsche Wissenschaft stärken.

„Alle Preisträgerprojekte zeigen eindrücklich, auf welch‘ hohem Niveau in Norddeutschland Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Lebenswissenschaften betreiben“, sagt Dr. Eva Gümel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.

Von der Universität Hamburg wurde das Projekt „Magnetic Particle Imaging“ eingereicht. Die Forscher entwickeln ein strahlungsfreies Verfahren für die Darstellung des Blutflusses in Echtzeit. Aus minimalen Mengen von Nanopartikeln, die elektromagnetische Signale abgeben, und mithilfe unbedenklicher Magnetfelder werden dreidimensionale Bilder berechnet.

Eine Alternative zur Röntgenstrahlung

Das Verfahren stellt eine Alternative zur Tomografie dar, die Ärzten einen Blick in das Innere des Körpers mithilfe von Röntgenstrahlung ermöglicht. Hierbei werden Patienten einer hohen Strahlendosis ausgesetzt. Röntgenstrahlung ist wesentlich energiereicher als andere Strahlungen und kann Schäden in verschiedenen Zellen des Körpers und der DNA verursachen. .

Das dritte ausgezeichnete Projekt im Finale war eine Langzeitstudie mit Flussschwalben, in welcher die Zusammenhänge zwischen dem Alter der Elternvögel und der Fitness ihrer Nachkommen untersucht wurden. Das Projekt stammt von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie erhielt 50.000 Euro

Die Bandbreite norddeutscher Wissenschaft

In den kommenden zehn Jahren soll der Preis alle zwei Jahre verliehen werden, jedes Jahr zu einem anderen Thema. Die Ausschreibung dieses Jahres stand unter dem Thema Lebenswissenschaften. Mithilfe des Themenwechsels möchten die Ministerien die Bandbreite und Vielfalt der Forschungen darstellen. Das nächste mal koordiniert das Land Schleswig-Holstein die Verleihung des Preises. Das Ausschreibungsthema: Naturwissenschaften.

Preisträger im Jahr 2016 war die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit den Universitäten Hamburg, Frankfurt/Oder, Potsdam, Bielefeld und Münster. Gemeinsam haben sie die Sprachvariationen in Norddeutschland untersucht.

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Melina Mork, Jahrgang 1996, isst trotz ihrer Leidenschaft fürs Ausschlafen am liebsten Frühstück, auch gerne mal um 16 Uhr. Mit sieben Jahren wollte sie Stadionsprecherin werden, aber als in der Schule die Länge ihrer Essays zunehmend eskalierte, beschloss sie, dass sie lieber Journalistin werden will. Nach dem Abitur zog sie für das Studium in Kulturjournalismus von Salzgitter nach Hamburg. Erste Praxiserfahrungen sammelte Melina beim „Netzpiloten Magazin“ und der „Szene Hamburg“. Wenn sie nicht gerade Video-Essays bingewatched, arbeitet sie beim YouTube-Channel „In Bed with“ mit. Dort lädt sie Musiker ein in verschiedenen Betten Hamburgs Akustik-Sessions zu spielen und fragt sie zu allem aus, was mit Schlafen und Träumen zu tun hat. Kürzel: mrk

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