Die Feuerwehr rettete 22 Menschen aus einem brennenden Haus in Billstedt. (Symbolbild) Foto: Melina Deschke.
Die Feuerwehr rettete 22 Menschen aus einem brennenden Haus in Billstedt. (Symbolbild) Foto: Melina Deschke.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag retteten Feuerwehrleute 22 Menschen aus einem brennenden Haus in Billstedt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Die Feuerwehr Hamburg hat in den frühen Morgenstunden am Donnerstag 22 Menschen unverletzt aus einem Wohnhaus in Billstedt geretten. Anwohner hatten einen lauten Knall vernommen und Rauch gesehen, berichtete die Feuerwehr Hamburg. Die Brandursache ist ungeklärt.

Rauch versperrte Fluchtwege

Als die Löschfahrzeuge eintrafen, schlugen Flammen aus einem Fenster im Erdgeschoss des Gebäudes, wie die Feuerwehr Hamburg berichtet. Einrichtungsgegenstände eines ehemaligen Nachtklubs hätten Feuer gefangen. Mehrere Bewohner des Hauses hätten absprungbereit an den Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes gestanden und um Hilfe gerufen. Einige seien bereits auf einen eingeschossigen Anbau gesprungen oder geklettert, um sich in Sicherheit zu bringen. Wie die Feuerwehr Hamburg berichtete, war durch die starke Rauchentwicklung der Weg zu den Fluchtwegen versperrt, daher konnten die Menschen ihre Wohnungen nicht selbstständig verlassen. Nach der Rettung seien die Bewohner  vor Ort versorgt worden.

Laut NDR 90,3 handelt es sich bei den Bewohnern des Hauses um Arbeiter aus Osteuropa. Es wurde darüber spekuliert, ob sie ohne Genehmigung in dem Haus leben. Die Polizei Hamburg bestätigte das auf Nachfrage von FINK.HAMBURG nicht. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um Montagewohnungen, zur Vermietung müssten keine gesonderten Genehmigung vorliegen. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass laut Bezirksamt Mitte keine Bewohner unter der Adresse gemeldet seien. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, nicht wegen illegaler Vermietung.

ar

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Amelie Rolfs, Jahrgang 1993, hat einen speziellen Literaturgeschmack: Sie verschlingt Liebesgeschichten, bei denen sich die Protagonisten nach langer Trennung im Alter wiedertreffen. Zum Lesen nimmt sie sich aber gerade wenig Zeit – lieber frühstückt sie sich durch die besten Cafés Hamburgs und stöbert auf Flohmärkten nach alten Schallplatten. Ihr liebstes Fundstück ist eine Cat Stevens Platte von 1970, die älteste, die sie besitzt. Ihre Bachelorarbeit hat sie in Politikwissenschaften über feministische Instagrammerinnen geschrieben und zuvor beim Kindermagazin „Dein Spiegel“ gelernt, wie man Dinge einfach erklärt. Außerdem organisierte sie beim NDR die Sendung „Wahlarena“ zur Bundestagswahl 2017 mit – und machte dabei natürlich ein Selfie mit Martin Schulz. Angela Merkel war leider zu gut abgeschirmt. Kürzel: ar