Podcast-Sofa, Artist Talks, Gaming-Experimente: Unter dem Motto „Create a new tomorrow“ findet vom 01. bis 04. November rund um die Zentralbibliothek am Hauptbahnhof das Creative Gaming Festival Play 18 statt.

Was würde Gott spielen? Wie sehen die Spielfiguren der Zukunft aus? Und wie kann man mit einem Computerspiel die Welt retten? Um solche Fragen geht es bei der Play 18. Das Creative Gaming Festival findet noch bis Sonntag in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes statt: in der Zentralbibliothek, der Barlach Halle K und dem Hühnerposten. Dabei werden Stadtmodelle, Gesellschaftsstrukturen und Religion von einer spielerischen Perspektive aus neu gedacht.

„Beim Creative Gaming Festival geht es ums Selbermachen und Experimentieren, um Austausch, um den Spaß am Spielen, um Inspiration und vor allem um Gemeinschaft. Play 18 ist die Plattform für alle, die sich für Games begeistern – sei es in ihrer Freizeit oder beruflich,“ erklärt Andreas Hedrich, Geschäftsführer der Play 18. Sie findet dieses Jahr zum elften Mal statt.

Ausprobieren, Diskutieren und Zuhören

Am Freitag und Samstag ist das Programm der Play 18 ziemlich vielfältig.
Am Freitag und Samstag ist das Programm der Play 18 sehr vielfältig.

Schwerpunkt ist wieder die Ausstellung in der Barlach Halle K, diesmal zu der Frage, wie Spiele neue Welten erschaffen können. Die Besucher werden hier selbst aktiv, entwerfen digitale Herausforderungen mit analogen Buntstiften („Micro Game Factory“), bauen für die Mitspieler in Echtzeit Rennstrecken auf („Can’t Drive This“) oder verbreiten Desinformation („Get Bad News“).  Zur Einstimmung kann das Spiel „We Become What We Behold“ der amerikanischen Game-Designerin Nicky Case schon vorab online anspielt werden.

Vom Storytelling-Workshop bis zum Podcast-Sofa

Wer lieber zuhören statt spielen möchte, sollte sich die Speaker’s Corner und das Inside Moin Podcast Sofa merken. In der Jugendbibliothek Hoeb4U berichten am Freitag und Samstag die Podcaster Manuel Fritsch und Daniel Raumer von 9 bis 19 Uhr live vom Festival. Zusammen haben Sie schon über 2.300 Folgen von „Insert Moin“ veröffentlicht und besprechen täglich wechselnde Themen aus der Gaming-Branche. Einen Zeitplan gibt es hier noch nicht und es bleibt eine Überraschung, welche Gäste auf dem Sofa sitzen werden. Für alle weiteren Veranstaltungen, von Workshops bis Artist Talks, lohnt sich ein Blick ins Programm.

Der Eintritt für Kinder bis einschließlich zehn Jahren ist frei. Für SchülerInnen, Studierende und Auszubildende gibt es ermäßigte Tagestickets für sechs Euro. Ein Festivalpass für alle vier Tage kostet 25 Euro.

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Hannah Lesch, Jahrgang 1994, überlebte bereits Wildwasser-Rafting mit Krokodilen in Namibia. Dort hat sie auch Bogenschießen gelernt. Nach dem Bachelor im Wissenschaftsjournalismus ging sie für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika, um für die „Deutsche Welle Akademie“ Trainings für Medienschaffende anzubieten. Nebenbei organisierte sie ein Festival, bei dem in 48 Stunden Filme produziert wurden. Wissenschaftsjournalistin möchte sie werden, seit sie bei „Jugend forscht“ einen Preis gewonnen hat. Dafür kartierte sie Mauereidechsen. Und nein, mit Harald Lesch ist sie nicht verwandt. Ihren Namensvetter und ihr Idol würde sie trotzdem gerne mal treffen. Immerhin: Seine Gehaltsabrechnung wurde ihr beim Praktikum beim „Bayerischen Rundfunk“ aus Versehen zugestellt. Geöffnet hat sie diese aber nicht. Kürzel: hl
Björn Rohwer, Jahrgang 1993, liebt drei Dinge: Sport, Musik und Technik. Während er beim Sport lieber zuschaut, ist er bei der Musik mit vollem Einsatz dabei. Seit seinem sechsten Lebensjahr singt der studierte Musikwissenschaftler im Knabenchor, spielt Klavier, Saxophon und Klarinette. Zum Journalismus hat ihn seine dritte Leidenschaft gebracht: die Technik. Für verschiedene Gamingformate rezensiert er Videospiele, führt Interviews und verfasst Hintergrundberichte. In seinem 2014 erschienenen Buch „Unnützes Wissen für Gamer“ gibt er die Antwort darauf, warum Super Mario einen Schnauzbart trägt oder wieso Lara Croft eine große Oberweite hat. Das Buch hat er während eines Kreuzbandrisses geschrieben, den er sich beim Schulsport zuzog. Das Ende der Sportlerkarriere war der Anfang des Schreibens. Kürzel: bro